Schlafsystem für verschiedene Fahrzeuge - Campingausbau

  • Wir basteln gerade an einem Schlafsystem für unseren Nissan Evalia NV 200.


    Letztes Jahr haben wir unser Alltagsauto sowie unseren selbst ausgebauten Campingbus (VW T4) verkauft und uns diesen Nissan zugelegt, der sowohl als Alltagsauto als auch als Wohnmobil herhalten soll.
    Es war das einzige Fahrzeug, das einen so geräumigen Innenraum bietet, dass wir (Vera und Ich und beide nicht gerade zierlich) darin schlafen können. Da es unser Alltagsauto ist, wollten wir ein Schlafsystem bauen, sich leicht und schnell einbauen lässt.


    Ziel war es also, möglichst preisgünstig ein schnell ein- und auszubauendes und leicht zu lagerndes System zu schaffen, das sowohl bei Wochenendausflügen wie auch für den Jahresurlaub eine möglichst große Liegefläche für zwei Personen bietet. Dabei sollte bewusst auf teure und aufwendige Speziallösungen verzichtet werden, wie sie beispielsweise für den VW Caddy oder T4/T5 angeboten werden. Auch ein dauerhafter Ausbau wie der von Zooom kam nicht in Frage, da der Evalia hauptsächlich als Alltags-PKW und -Transporter genutzt wird. Ein simples kleines Klappbett (ebenfalls z.B. Zooom oder Yatoo) erschien uns aufgrund der Größe nicht Langzeit-geeignet, zumal für den Heckbereich noch ein alternativ mitnehmbarer Küchenblock geplant ist, der hier gestört hätte.


    Es kamen preisgünstige gebrauchte Alu-Systemmaterialien zum Einsatz, die auf die benötigten Längen angepasst wurden. Als Deckplatten haben
    wir im Baumarkt erhältliche Universal-Bauplatten von 6 mm Dicke verbaut, da diese abwaschbar, wetterfest und von extrem hoher Festigkeit sind. Natürlich können alternativ auch 10 mm Platten aus Pappelsperrholz o.ä. eingesetzt werden. Weiterhin normale Feder-Scharniere, ein paar Schrauben und Holzleisten, das war's.


    Die Seitenverkleidungen haben wir im hinteren Bereich entfernt, um mehr seitlichen Platz zu bekommen. Die Liegefläche ist über den größten Teil jetzt 142 cm breit, so dass entweder zwei selbstaufblasende Luftmatratzen (70 cm breit) oder auf Form geschnittene Schaumstoffmatratzen verwendet werden können. Selbstverständlich kann man die Verkleidungen auch drin lassen, dann ergibt sich lediglich eine etwas geringere Breite der Liegefläche.
    Die Sitzbank muss bei unserer individuellen Lösung ausgebaut werden (geht schnell), da wir ansonsten zu wenig Stauraum hätten. Natürlich könnte das Liegesystem auch geringfügig höher ausgelegt werden, dann könnte die zweite Sitzreihe drin bleiben. Die vordere Staukiste mit den Klappdeckeln ist natürlich optional gewählt, da wollen wir Kleinkram drin unterbringen, und daneben während der Fahrt ein Camping-Klo.


    Um die volle Liegelänge zu erhalten werden die Vordersitze nach vorne geschoben und die Lehnen vorgeklappt. Dadurch haben wir jetzt ca. 205 cm Liegelänge. Während der Fahrt werden die Verlängerungen hochgeklappt und die vorderen Sitze können ganz zurück geschoben werden.


    Und nach so viel lesen gibt es hier http://www.domnick.net/nv/ einige Fotos.


    Das schöne daran ist, dass dieses Schlafsystem praktisch für verschiedene Fahrzeuge (Hochdachkombis, Vans, Kleinbusse und Transporter)
    geplant werden kann.


    Derzeit basteln wir an einem Küchenblock, der den Heckbereich einnehmen soll. Dazu wird das hintere Drittel des Schlafsystems einfach weggelassen.
    Im Juni wollen wir unseren Ausbau zum ersten Mal testen. Es geht mit Hänger, darauf Motorräder oder „Pinkie“ (unser pinkes Spaßmobil), nach Südfrankreich.

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    ...in der Pandemie bleibt nur Moppi fahren...

  • :gefa:


    Mit Küchenblock, Kühlbox und hochklappbarem oder rollendem Lattenrost wäre es für mich perfekt.

    schwertransport03.jpg :wbtler:
    Ein Mensch, der trotz Deiner Fehler an Dir festhält, ist entweder ein besonders guter Freund, oder vom Ordnungsamt :111:

  • selbst ist die Frau :gefa:


    bin mal gespannt wie die Variante nach dem Urlaub ausfällt :111:

Comments

  • Ihr Lieben, die Verbindung ist mega doo..... ich habs ein paar Mal probiert, leider mit mäßigem Erfolg...

    Vielleicht klappt es beim nächsten mal über einen anderen Kanal ?