WM Deutschland - Schweden 2:0 (2:0)

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    • WM Deutschland - Schweden 2:0 (2:0)

      Klinsmänner" stürmen ins Viertelfinale
      Die deutsche Nationalelf zieht als erstes Team ins Viertelfinale ein. Den Grundstein für den hoch verdienten Erfolg legten die "Klinsmänner" in der überragenden ersten Hälfte, als Lukas Podolski mit zwei Treffern zum Matchwinner avancierte. Schweden, das fast eine Stunde zu zehnt auskommen musste, war insgesamt in nahezu allen Belangen unterlegen.


      Beim deutschen Nationalteam gab es im Vergleich zum jüngsten 3:0-Erfolg gegen Ecuador folgende personelle Änderung: Christoph Metzelder kehrte für Huth in die Abwehrkette zurück.

      Schwedens Trainer Lars Lagerbäck brachte nach dem 2:2-Unentschieden gegen England Ibrahimovic (nach Adduktorenzerrung) im Angriff für Allbäck.

      Die deutsche Nationalelf feierte in der ausverkauften Münchner Arena vor 66 000 Zuschauern bei herrlichem Sonnenschein einen Traumstart und ging bereits in der 4. Minute in Führung: Ballack bediente am Strafraumeck Klose. Der Bremer setzte sich durch, scheiterte aber an Keeper Isaksson. Von ihm landete die Kugel bei Podolski, der sofort abzog und zur frühen Führung traf.

      Und die "Klinsmänner" ließen nicht locker, erneut Podolski schoss in der 7. Minute aus 17 Metern ganz knapp über den rechten Torwinkel.

      Die Deutschen waren sehr präsent, zeigten sich zweikampfstark und einsatzfreudig. Zudem bewiesen sie weiter großen Zug zum Tor, was schon in der 12. Minute mit dem 2:0 belohnt wurde: Podolski traf mit links aus 15 Metern freistehend ins linke Eck, nachdem ihn Klose, der an drei Mann vorbeigezogen war, mustergültig und mit viel Übersicht freigespielt hatte.

      Die Schweden hatten gegen die hellwach auf den Rasen gekommenen und wie aufgedreht spielenden Deutschen zunächst nicht den Hauch einer Chance, verloren viele Zweikämpfe schon im Mittelfeld und fanden sich immer wieder schnell im Rückwärtsgang wieder.

      Die Klinsmann-Elf hätte sogar noch höher in Führung gehen können, Torhüter Isaksson parierte unter anderem aber glänzend gegen einen harten Schuss von Ballack, Schneider verfehlte aus 22 Metern halbrechter Position das Tor links mit einem Gewaltschuss nur knapp.

      Isaksson avancierte zum mit Abstand besten Schweden, rettete mit einer fantastischen Parade gegen Klose, lenkte einen Frings-Schuss über die Latte und einen Schweinsteiger-Gewaltschuss um den Pfosten.

      Ebenfalls Ausdruck der deutschen Überlegenheit war die Gelb-Rote Karte gegen Lucic bereits in der 35. Minute wegen wiederholten Foulspiels. Der überragende Vorbereiter Klose und Co. waren häufig nicht anders zu bremsen als mit unerlaubten Mitteln.

      Mit zehn Mann hatten die Skandinavier in der 40. Minute ihre erste gute Chance, als sich Ibrahimovic sechs Meter vor dem Tor um Metzelder drehte und sofort aufs kurze Eck abzog, doch Lehmann klärte zur Ecke.

      Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern zunächst das gleiche Bild mit einer dominierenden deutschen Elf, ehe dem Großteil in der 52. Minute der Schreck in die Glieder fuhr: Metzelder stieß Larsson im Strafraum um, Schiedsrichter Carlos Simon aus Brasilien deutete sofort auf den ominösen Punkt. Doch Larsson selbst schoss den Strafstoß weit über und rechts neben das Tor.

      Nur drei Minuten später hatte Ballack die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch Teufelskerl Isaksson im schwedischen Tor lenkte einen fulminanten Schuss des Kapitäns an den linken Pfosten.

      Deutschland agierte nicht mehr ganz so stürmisch und offensiv, ließ die Schweden etwas kommen, um dann schnell zu kontern. Freilich kontrollierten die Schwarz-Weißen das Geschehen über weite Strecken gegen die traditionell Gelb-Blau gekleideten Schweden.

      Das Spiel mit angezogener Handbremse tat den "Klinsmännern" nicht gut, es schlichen sich Leichtsinnsfehler ein, die Abspiele waren nicht mehr präzise genug, Schweden bekam mehr Selbstbewusstsein.

      Die Klinsmann-Elf verpasste es, die nummerische Überlegenheit deutlicher auszuspielen, das Spiel breiter anzulegen und den Gegner laufen zu lassen. Stattdessen probierten es Ballack und Co. sehr häufig durch die Mitte und versuchten, mit Distanzschüssen zum Erfolg zu kommen. Doch zum einen fehlte den Schüssen die Präzision, zum anderen hatten die Skandinavier den schon hinlänglich bekannten Isaksson zwischen den Pfosten.

      Den Schweden schwanden am Ende Kräfte wie Zuversicht, das Spiel nochmal herumreißen zu können. Für Deutschland traf Schneider kurz vor dem Ende nochmal Aluminium.

      Quelle: kicker.de