Polaris wickelt Victory ab

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    • Polaris wickelt Victory ab





      Nach nur 18 Jahren Marktpräsenz ist die Motorradmarke Victory schon wieder Geschichte. Der Mutterkonzern Polaris hat damit begonnen, sämtliche Geschäftsaktivitäten rund um die Marke herunterzufahren.
      Es sind mehrere Faktoren, die das Polaris-Management dazu nötigten, die erst 1998 gegründete Motorradmarke Victory wieder zu beerdigen. Entscheidend dürfte jedoch gewesen sein, dass von den als moderne Interpretation des amerikanischen Motorrades (Slogan »American Muscle«) angetretenen Maschinen in ihrer 18-jährigen Marktpräsenz niemals ausreichende Stückzahlen verkauft wurden, um profitabel wirtschaften zu können. Hinzukommt, dass mit der wiederbelebten Traditionsmarke Indian – durchaus erfolgreiche – Konkurrenz im eigenen Konzern existiert.
      Abgezeichnet hat sich der Niedergang der Marke bereits im vergangenen Jahr, als die Produktpalette drastisch auf die Fahrzeuge mit dem modernen aber vergleichsweise kleinvolumigen Octane-Motor (1200 Kubikzentimeter) zusammengeschrumpft wurde. Die großen Modelle mit dem 106-Kubik-Inch-Twin wurden gar nicht mehr an die Anforderungen der seit Anfang 2017 gültigen Abgasnorm Euro 4 angepasst. Vielmehr wurden die noch bei den Händlern stehenden Fahrzeuge bis Ende Dezember abverkauft.
      Um künftig konkurrenzfähige Modelle anbieten zu können, hätte es enormer Investitionen in eine komplett neue Motorengeneration bedurft. Diesen Schritt war das Management angesichts der schlechten Verkaufszahlen und dürftigen Zukunftsaussichten nicht mehr bereit zu gehen. Stattdessen konzentriert Polaris seine Ressourcen im Motorradbereich künftig auf die Marke Indian.
      Den Victory-Händlern will Polaris helfen, Inventar zu veräußern, während gleichzeitig die Ersatzteilversorgung für 10 Jahre aufrechterhalten werden soll. Zudem sollen alle Garantieansprüche von Händlern und Kunden erfüllt werden.

      Quelle: tourenfahrer.de
      Gruss Tourer