Valentino Rossi: »Wir sind zu langsam«

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    • Valentino Rossi: »Wir sind zu langsam«

      Am Sonntag ging im sonnigen Süden Spaniens der letzte Test vor dem Beginn der WM am 26. März über die Bühne. Während das Ducati-Team auf der Jerez-Strecke für die Bestzeiten sorgte, kam Weltmeister Valentino Rossi nie richtig in die Gänge und belegte nur den 10. Platz.

      “Wir haben viele Reifen und verschiedene Abstimmungen am Motorrad probiert. Doch es hat alles nichts gebracht. Wir haben auf dieser Strecke keine Fortschritte erzielen können“, meinte Rossi mit nachdenklicher Stimme. Eigentlich war es seltsam, dass die Yamaha M1 ausgerechnet im sonnigen Andalusien Probleme machte. Bei den vorherigen Frühjahrstests waren sowohl Rossi als auch Teamkollege Colin Edwards immer ganz vorne dabei.

      “Wir waren ansonsten stets schnell, doch hier in Jerez war alles anders. Ich kann nicht genau sagen, was in zwei Wochen im Rennen passieren wird. Ich hoffe, dass Jeremy (Burgess) gemeinsam mit den Technikern aus Japan und den Michelin-Technikern anhand der Daten feststellen können, wo das Problem lag“, sagte Rossi, der 2006 seinen achten WM-Titel einfahren will.

      Überraschend stark bei den Frühjahrstests präsentierte sich Ducati. „Das waren drei sehr positive Tage für uns“, freute sich Loris Capirossi, der am letzten Tag die absolute Bestzeit fuhr und sogar Rossis Vorjahres-Pole-Zeit knapp unterbot. „Wir gehen gut vorbereitet in das erste Rennen“, meinte der dreifache Weltmeister. „Unsere Ducati GP6 ist ein gewaltiges Gerät, wenn sie richtig abgestimmt ist.“ Dennoch wollte das Leichtgewicht aus Italien nicht übermütig werden. „Wir haben jetzt einen kleinen Vorteil und sollten den nutzen. Doch die Konkurrenz wird wieder aufholen. Ich genieße jetzt den Augenblick und freue mich auf das erste Rennen.“

      Ducati-Teamkollege Sete Gibernau wirkte trotz der zweitschnellsten Zeit nicht gerade euphorisch. „Allgemein gesehen bin ich zufrieden mit dem letzten Test. Doch es war eine Menge Arbeit, das richtige Set-Up zu finden. Manchmal war es richtig verwirrend. Ich möchte mich bei Bridgestone bedanken, denn sie haben bewiesen, dass sie sehr konkurrenzfähig sind“, sagte der 33-jährige Katalane.

      Kawasaki-Werksfahrer Shinya Nakano überraschte mit Platz drei. „Wir haben in den Frühjahrstests viele Fortschritte gemacht. Es bleiben noch einige Kleinigkeiten, die wir verbessern müssen. Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen und uns auf unsere Lorbeeren ausruhen.“ Eine ganz starke Vorstellung lieferte Rookie Dani Pedrosa. „Die Frühjahrstests sind für mich fantastisch verlaufen. Jedes Mal konnte ich mich ein wenig verbessern. Ich habe sehr viele Runde gedreht, um das Motorrad so gut wie möglich kennen zu lernen. Es ist viel schwerer, von der 250er auf die MotoGP-Maschine zu wechseln statt von der 125er auf die 250er. Physisch habe ich große Fortschritte gemacht. Ich weiß dennoch nicht, ob ich startklar bin fürs erste Rennen. Warten wir es ab“, meinte der Repsol-Honda-Werksfahrer mit gewohnt abgeklärter Stimme.

      Den zweiten Aufsteiger, Randy de Puniet, hätte auf Platz fünf niemand erwartet, auch er selbst nicht. „Wenn mich jemand im Oktober gesagt hätte, dass ich beim Abschlusstest in Jerez den 5. Platz belegen würde, hätte ich es nicht geglaubt“, meinte der Kawasaki-Werksfahrer etwas verlegen. „Ich habe aber trotzdem noch viel Arbeit vor mir. Ich muss alle Strecken mit der MotoGP-Maschine neu erlernen, und ich muss auch lernen, wie ich mich im Rennen verhalte, wenn es um Positionskämpfe geht.“