Tourbericht USA 2015

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    • Tourbericht USA 2015

      TOURDATEN: 09.05.-30.05.2015

      Es gibt viele Reiseberichte für Touren in den USA. Einige sind toll geschrieben. Meistens enthalten sie aber wenig Fakten zur Planung. Bei 5 Berichten hattest du 4 verschiedene Meinungen.
      Gerade was Distanzen einer Tour angeht. Jeder tickt anders. Ein paar nützliche Tipps waren auf jeden Fall dabei. Bei manchen glaubte ich allerdings, sie bereiten sich eher auf den Einmarsch in ein Dritte Welt Land vor.

      Also hier ein weiterer Bericht von Leuten, die nicht zu den Iron Asses gehören aber auch nicht zum Cafe und Eisdielen Fahrer. Einfach ganz normale Leute. Normale Motorrad Fahrer/innen.

      Vor der Tour:
      Wie üblich, entsteht ein Plan aus einer blöden Idee gefolgt von: „Na dann mach doch mal“.

      In Europa reizte mich kein Ziel. Keine Ahnung warum, denn es gibt noch SEHR viel zu sehen. Früher hast du mit einem Pfeil auf die Landkarte geworfen, heute machst du MAPS auf und zoomst bis du nur noch Kontinente / Länder auf dem Monitor siehst. Wer dann noch einen Pfeil benutzt hat zu viel Geld….

      Die Idee zu der Tour ist nicht gerade neu oder einzigartig. Den Traum davon gab es schon lange, aber es wurde nie konkret. Seit ich Mopped fahre steht für mich fest, einmal mit der Harley die USA zu durchqueren. Warum? Kann ich gar nicht so genau sagen. Ok, eine Harley ist es nicht geworden und einmal von Ost nach West auch nicht. Aber dazu später mehr.

      Sporadisch schaute ich mir mittels MAPS die ersten Ideen an und im Google ein paar Preise. Vergiss es! Zu teuer. So fiel das immer wieder hinten über. Ich war mir nicht so sicher ob und wie ich das angehen soll. Ein Gefühl was mich noch länger begleiten würde, wie ich im Nachhinein sagen kann.

      Touren hatten wir ja schon einige. Auch sehr umfangreiche und immer sehr gut organisiert. Aber nie so teuer. Ich war im Durschnitt bei ca. 6.000 EUR. Zwar all inclusive, aber das Geld muss erst mal da sein.

      Plan A: Von Ost nach West. Start in NYC und Ende in SF oder LA. 2-3 Wochen, je nach Streckenführung.
      Plan B: LA nach SF als Einwegmiete. Natürlich mit Grand Canyon, Rocky Mountains etc… Große Runde.
      Plan C: Eine geführte Mopped Tour.

      Planlos kam für mich nicht in Frage. Einfach ein Motorrad mieten und mal sehen wo ich abends bin. Dafür ist der Spaß einfach zu teuer. Mag sein das es für manche schon zu viel Planung ist. Mir ist es so lieber.

      Also überlegen: Was kenne ich? Was will ich sehen. Davon eine Liste erstellen und die Punkte in Base Camp übertragen und verbinden. Siehe da, alles im Westen. Kalifornien, Arizona, Utah und Nevada.

      Für mich war klar, eine geführte Tour kommt nicht in Frage. Du bist weniger Tage unterwegs, für fast das gleiche Geld. Und irgendwas fehlte immer bei den Angeboten, was ich aber gerne gesehen hätte. Bisher sind meine Erfahrungen nicht schlecht was geführte Touren betrifft, aber ich hab ja Zeit. Für das Projekt kann man erst mal googeln. Was haben andere so gemacht?

      Ich muss ja nicht alles neu erfinden. Nur auf mich zuschneiden.

      Typischer Fehler: Du versuchst so viel nur irgend möglich in 3 Wochen zu packen. Das führt dann zu sehr großen Tagesetappen, an denen du keine Zeit hast dich auch einfach mal hin zu setzten und alles auf dich wirken zu lassen.

      Nachdem ich mich hier komplett verstrickt hatte, feuerte ich alles in die Ecke und lies es liegen. Vom Prinzip her stand die Tour, war aber auch über 7000 KM lang. Zu viel.

      Später nahm ich das wieder auf und fing an zu reduzieren. Der Rocky Mountain National Park und Yellow Stone Nat. Park fielen aus. Einfach nicht in Reichweite. Dazu kamen noch folgende Punkte:

      - Einwegmiete ist merklich teurer als gleicher Start und Endpunkt. Und noch der Gabelflug.
      - Wir sind mittlerweile 6 Leute. Wovon ich anfangs gar nicht ausging.
      - Bin ich bekloppt? Das soll nach wie vor Urlaub sein. Ein Erlebnis, kein Stress.

      Wie beschrieben ist die Einwegmiete recht teuer. Also entschied ich mich Start und Ende auf Los Angeles zu legen. Der Verleiher, auf den die Wahl fiel, sitzt in LA. Dafür musste ich dann die Tour auch noch einmal umstricken. Und es sollte nicht das letzte mal gewesen sein…..

      Mittlerweile stand fest das Oli (ozboss) und Sabine (Sawi) mitkommen. Ich präsentierte den 2en was ich mir so vorstellen würde: Rundtour West Coast mit „Zeit zum genießen“. Mutig, denn ob das alles so klappt weis ich ja gar nicht. Elli und Wolly entschieden sich mitzukommen und Klaus (KDM) komplettierte die Runde kurzer Hand. Mit 6 Leuten soll es los gehen.

      Es dauerte noch eine Weile bis die endgültige Rundtour stand. Es ergaben sich durch Recherchen immer andere Ziele. Diese wollten dann „nur noch“ als Tour verbunden werden. Irgendwann war ich dann auch soweit und die Tour stand fest.

      20 Tage USA (+ An und Abreise), 19 Tage Motorrad Miete, 15 Fahr Tage, ca. 5.500 km, alle 5 Tage einen Ruhetag, bzw. 2 in San Francisco. An Ruhetagen sind Ausflüge geplant. Die Tagesetappen sollten so geplant sein, das du nicht hetzen musst, aber auch nicht Gedankenlos Zeit vertrödeln kannst. Die Mischung muss stimmen.

      Eckdaten bei der Planung mit Base camp:
      - Fahrzeit liegt durchschnittlich bei 5 - 5,5 Stunden (+ Pausen/Stopps) am Tag.
      Kürzere Fahrzeiten = weniger sehen. Das wollte ich auch nicht.

      - V-Max mit 85 km/h (55 Meilen = 88km/h). Wissend das es mal schneller, mal langsamer geht.
      Die normalen Geschwindigkeitsbegrenzungen sind in der Karte hinterlegt, somit ist nur die Höchstgeschwindigkeit reduziert.

      - Die Startzeit legte ich auf 9:30 Uhr in der Regel. Theoretische Ankunft 14:30 – 15:30 Uhr.
      Wie beschrieben zzgl. der Pausen. Also + 2 - 3 Stunden.

      Bei langen Etappen sollte es auch mal früher los gehen. Alles nur als Planungshilfe gedacht. Wann und wie wir am Ende los kommen, sehen wir dann.

      Bei Treffen besprachen wir die wichtigsten Punkte. So entschieden wir uns für den Verleiher USA on Wheels in LA. Unterschied zu Eagle Rider waren 1.000 EUR. Nachteil er sitzt nur in LA. Eagle Rider findest du oft in großen Städten.

      Als Mehrheitsbeschluss wurden alle Motels/Hotels vorgebucht. War mir ganz lieb, da ich nicht weiß wie lang unsere Tagesetappen tatsächlich sein werden. Und so haben wir da keinen Stress mehr. Es wird auch oft dazu geraten. Motels gibt´s wie Sand am Meer, gute und schlechte…. Abends musst du nehmen was da ist. Egal was. Da das mein Traumurlaub sein soll, wollte ich nicht in die letzen Buden. Einfach – Mittelklasse sollte es sein, nicht unterste Schiene bis Einfach….

      Zum Glück waren wir bei unseren Vorstellungen alle recht gleich gestrickt oder fanden einen Kompromiss.

      Zwischendurch wollten wir uns auch etwas besonderes gönnen. So sind wir an den Rundflug Las Vegas Grand Canyon Skywalk gekommen. Nach ein bisschen googeln fanden wir die Unterkunft im Monument Valley und die Sunset Tour durch das Tal. Einige Leckerbissen, wie wir hoffen.

      Na mal sehen.

      Ich bin in einem Alter, wo mein Körper am Morgen danah zu mir sagt: MACH DAS NIE WIEDER! :cursing:
    • Auf der Tour:
      Hier wohl der Teil, der die meisten interessiert. Unser Tour-Tagebuch.

      09.05. Anreise Düsseldorf - Los Angeles mit Air Berlin.
      Distanz: 9.154 km
      11h in der Blechröhre gehen an keinem Spurlos vorbei. Wir haben uns den „Luxus“ gegönnt EXIT Sitze (für schlappe 70 EUR pro Strecke) zu buchen. Mittags los, späten Nachmittag da. Allerdings mit -9h Zeitunterschied. Wir sind so im Arsch….

      Wir verbringen den Abend am Pool und in der Bar. Hauptsache wach bleiben. Gegen 9 ereilt uns dann doch der Bettruf.

      10.05. Los Angeles Geführte Tour durch L.A.
      Da wir nur einen Tag haben, wollen wir uns die Stadt LA zeigen lassen.
      Die geführte Tour mit Anbieter Sandra und Dennis (losangeles-touren.de/ueber_uns_index.html).

      Alternative war Hop on Hop off Busse. LA ist verdammt groß und voll. Sandra und Dennis waren die richtige Wahl. Dennis macht lockere Unterhaltung im Bus zwischen den Stopps. Die Punkte an denen gehalten wird, sind eigentlich das was man kennt und als Tourist sehen will. Union Square, die 1ste Feuerwache in Los Angeles, Hollywood Blvd, Griffith Observatory und Farmers Market. Wer einzelne Punkte länger erkundigen mag, muss diese noch einmal anlaufen. Uns hat es völlig gereicht. Die Realität ist nicht was du im TV siehst.

      Der walk of fame ist eigentlich nur 200 Meter lang, also die interessant sind. Nur der Blick vom Griffith Park hielt was er verspricht. Die anderen Punkte sind auch nett, aber eher ernüchternd. Nachmittag ging es zum Santa Monica Peer und sightseeing. Touristen Magnet aber sehenswert. Das machten wir dann mit dem Bus. Geht sehr gut, dauert aber. LA ist eben groß.

      11.05. L.A. – Palm Springs: Die Rundtour beginnt.
      Distanz: 289 km,
      Abholung der Maschinen bei USA on wheels. ES GEHT LOS!! Abholung lief nach Plan und die Übergabe der Maschinen auch. Braucht alles ein wenig Zeit, daher sollte man keine großen Pläne für den Tag machen.

      Los geht es mit dem ersten Tankstop. Das läuft alles ein wenig anders. Säule merken, Betrag mit Kredit Karte hinterlegen, tanken und wieder zum Häuschen um den richtigen Betrag zu buchen. In Nevada, Arizona und Utah konnten wir meist an der Säule mit Kreditkarte zahlen. Als Zip code nahmen wir 90210 Beverly Hills. Nur in Kalifornien ging das nicht.

      Die Runde nach Palm Springs ging erst mal über den I-405 raus aus der Stadt. Das ging recht fix, auch wenn ich einen Abzweig liegen ließ. Der war Maut Pflichtig. Also außen rum. Über den Ortega Highway geht es Richtung Hells Kitchen. Kleiner Stopp zum Futter und Getränke fassen. Lohnt sich und kommt auch genau richtig. Dann kam eine Überraschung. USA hat Kurven. Die Anfahrt zum Lake Elisnore macht schon Laune. Genau das Richtige um einzurollen. Von wegen die kennen hier keine Kurven. Der Ausblick auf Palm Springs vom Berg ist schon genial. Die Abfahrt macht auch richtig Spaß. Aber warm ist es auf den letzten 15km. Mit der Abfahrt vom Berg nahm auch die Hitze zu. Da kommt der Pool genau zur richtigen Zeit.

      Dinner hatten wir im mexikanischen Mirasol. Lecker und gut. Hotel ist Zweckmässig und gut. Frühstück ist auch ok. Best Western in Palm Springs.

      Wir sind um 11 Uhr los und waren gegen 17:30 da.

      12.05. Palm Springs – Kingman:
      Distanz: 392 km,
      Highlights: Joshua Tree Park, Amboy Cafe, Route 66, von Needles über den Oatman Pass nach Kingman.

      Joshua Tree Park ist die Reise wert. Wesentlich besser als erwartete, sollte eigentlich ein Pausenfüller sein.. Wir holen uns den America the beautiful Paß und rein in den Park. Der Paß lohnt sich. Eintritt für alle
      National Parks. 80 USD für 2 Moppeds! Also 40 pro Person.

      An dem Tag hatten wir dann auch unsere erste laaaange Gerade. Du siehst wirklich teilweise Mittwoch wer Freitag zu Besuch kommt. Das Ende der Straße verschwimmt flimmernd im Horizont. Unglaublicher Anblick das Ganze. Kann man nicht beschreiben, muss man gesehen haben. Live, nicht im TV.

      Heute steigen wir in die Route 66 ein. Das Amboy Cafe ist den nostalgischen Stop Wert. Dort fiel dann aber auch der Defekt an der Yamaha auf. Der Antriebsriemen fing an sich aufzulösen. Nach einigen Telefonaten und der Hilfe des Cafe Inhabers sind wir weiter nach Kingman. Da konnten wir das erste mal den Service und die Freundlichkeit der Amis feststellen.

      Wir fahren von Kalifornien nach Arizona ein. Der Oatman Pass ist wunderschön, auch wenn wir in Oatman schon zu spät waren um zu stoppen. Aber die Esel waren zumindest immer noch da. Alle Touristen waren schon weg. Somit auch die Buden und der Rummel geschlossen.

      Wir waren seit 9:00 unterwegs und kamen gegen 18h an. Das M6 Kingman ist sehr einfach aber total ok für eine Nacht. Das Restaurant daneben ist gut. Dinner und Frühstück. Lecker.

      13.05. Kingman – Flagstaff
      Distanz: 390 km
      Highlights: Route 66, Hackberrs Store, Seligman, Sedona
      Der Händler in Kingman sagte uns das die Yamaha besser nicht mehr fahren sollte. Das kostete uns ein wenig Zeit. Sabines Maschine wird aus Kingman nach Flagstaff geschickt. Somit war sie heute Sozia.

      Die Route 66 muss man mal gefahren sein. Das war es aber auch. Man sieht an vielen Stellen noch verfallene Häuser. Die Leute lebten von der Straße. Somit ist auch das, was noch da ist Tourinepp. Gehört einfach dazu. Den Hackberry Store haben wir liegen lassen, hielt gerade ein Reisebus. In Seligman haben wir im Road Kill gestoppt für einen happen. Der Slogan You kill it, we grill it, könnte wahr sein. Der Besuch lohnt sich. Die Getränke sind üppig und werden im Einmachglas serviert! Sehr urig.

      Der Streckenteil nach Chino ist geraaaaaaaade. Mann….. Hier wird die klar das gefährlichste ist aufmerksam zu bleiben und sich an die Geschwindigkeit zu halten. Im Chino Valley haben wir beim MCD gehalten für einen Kaffee. Danach wirst du bei der Anfahrt nach Jerome mit einer Passstraße und Kurven vom feinsten bedient. Ein Hammer. Richtung Sedona wird es schon recht voll und breit. Aber mit den Red Rocks als Kulisse ist das beeindruckend und dir wird auch nicht langweilig.

      Wir sind auch hier 9:30 los und waren gegen 17:30 am Days Inn in Flagstaff. Das Hotel ist gut. FS am nächsten Morgen das beste bisher. Haben wir in dem Restaurant am Hotel zu uns genommen. Kleiner Glücksfall, das Motel ist nur 800 Meter von der Werkstatt entfernt.

      14.05. Flagstaff – Page
      Distanz: 396 km
      Highlights: Grand Canyon, Marble Canyon
      Nach dem der Riemen an der Yahama getauscht werden muss, sind wir zu 3 Unterwegs, Sabine hat einen Zwangsstopp in Flagstaff für eine weitere Nacht. Das ist zwar sehr bescheiden, aber kein großer Beinbruch, da wir 2 Nächte in Page sind.

      Heute ist Vater Tag, somit machen wir Jungs uns auf um den Grand Canyon zu umrunden und in das Navajo einzufallen. Der Grand Canyon ist eine Wucht. Watt ein Loch. Die Strecke drum herum ist nichts besonderes, aber die Stopps zeigen immer tolle Aussichten. Der South Rim ist die Wahl wenn es um die Ausblicke geht.

      Klasse war der Ranger am Eingang. Eintritt sind 25 USD. Wir haben uns den ATB Pass gekauft im Joshua Tree. Leider hatte Sabine den Pass und Klaus keinen. Ich hab dem Ranger die Situation geschildert, war aber darauf eingestellt, das Klaus zahlen muss. Da kam aus dem Kassenhäuschen: I believe ya. You can go! Wie geil ist das denn. Klaus durfte mit, ohne extra zu zahlen. 10 Punkte für den Ranger. Daumen hoch.

      Die Abfahrt zum Navajo ist nicht sehr beeindruckend, bis auf diese Weiten! Unglaublich! Fotos können das nicht wiedergeben. Unten an der Kreuzung ist ein kleiner Imbiss und eine Tanke. Kurzer Snack und es ging Richtung Marble Canyon. Dieser Abschnitt ist eine Wucht. Die Aussicht genial. Lohnt sich auf jeden Fall die 20 KM rein und wieder raus zu fahren. Sollte man nicht verpassen!

      Auf den restlichen 20 km nach Page hielten wir noch am Horse Shoe Bend an. Sollte eigentlich erst am nächsten Tag sein. Aber wir hatten noch Zeit. Nicht verpassen! Lohnt sich.

      Abfahrt war gegen 9 und angekommen sind wir gegen 17h. Das BW ist ein leider teures Hotel, aber gut. 1ten Abend ging es in Kens Steakhouse gegenüber. Urig und das Essen war gut. Die Live Musik…. Ok.

      15.05. Page – Ruhetag
      Highlights: Antelope canyon, Horse Shoe Bend, Lake Powell
      Was ein wenig mieß war, wir hatten das BW+ gebucht, sind aber wegen Renovierungsarbeiten im BW gelandet. Das ist völlig ok, aber für den Preis war eigentlich ein besseres gebucht. Vor allem ein besseres Frühstück! Das ist schlecht.

      Wie auch immer, wir sind zur Antelope Canyon Tour aufgebrochen. Antelope Canyon Slot Tour, Chief Tsosie. Das ganze findet im Upper Canyon statt. Absolut sehenswert. Der Guide ist klasse. Eine Fototour buchen lohnt nicht, man bekommt genügend Fotos und Tipps. Unsere Tour war am Nachmittag und somit hielt sich der Touri Rummel in Grenzen. Mittags bekommst du wahrscheinlich kein Bild ohne Menschen. Auch hier waren wir positiv überrascht. Auch wenn es sehr kurzfristig war, bekam ich das Geld für Sabine zurück. Kein Problem. Richtig guter Service.

      Sabine ist auch wieder da und schaffte sogar auch eine Tour in den AC. Also wurde am Ende alles gut.
      Abends waren wir in dem Restaurant am BW direkt. Gute Küche, und die gleichen Preise wie im anderen. Alles in allem ist Page recht teuer.

      16.05. Page – Monument Valley
      Distanz: 200 km
      Highlights: Monument Valley, Sunset Tour

      Morgens sind wir wieder gemeinsam zur Tour gestartet. Wir sind eine nette Strecke gefahren und trödelten auch mit Foto Stopps. Als wir im Monument Valley ankamen, stellten wir überrascht fest das die eine Stunde weiter sind! Ich ging davon aus das ist erst einen Tag später…. UUUUPPPS…. Also hatten wir noch eine Stunde, nicht 2. Wir sind in der Gouldings Lodge and Tours unter gekommen. In einer Lodge die nicht direkt an der Unterkunft ist. Toller Blick und da es eh keinen Alkohol gab, fuhren wir mit den Bikes zur Tour und zum Abendessen. Wir hatten die deluxe Tour mit Gouldings gebucht. Sunset. Man kann es nicht in Worte fassen. GENIALE Aussichten, toller Guide. Alles passte. 3,5 Stunden durch das ganze Valley, was du mit privat Wagen auch nicht fahren darfst, da bist du nur auf dem Senic Route. Das Essen im dining room geht völlig in Ordnung, Preise auch. Der Ausblick an der Lodge ist toll. Mit alkoholfreiem Bier in die Stille der Nacht blicken. Das hatte was!

      Wir sind gegen 9:30 los und waren 14 (15) Uhr da.

      17.05. Monument Valley – Torrey (Capitol Reef)
      Distanz: 350 km
      Highlights: Valley of the gods, Natural Bridges Park, Colorado River, Brown Bottom, Capitol Reef Nat. Park.

      Frühstücken wurde auch im Dining Room erledigt. Anschließend ging es zum Valley of Gods. EIN WAHNSINNS Ausblick!!! Hammer !!! Das bisschen unbefestigte Straße hoch, 3,5 KM sind sehr einfach zu fahren. Sollte man nicht auslassen! Die Strecke führte uns weiter nach Hanksville. Relativ gerade. Vorbei an dem National Arch Park. Kann man sich allerdings sparen. Gerade wenn man am Tag vorher im MV und davor in Antelope Canyon war. Der Streckenteil ist nicht sonderlich Abwechslungsreich bis Hanksville. Stopp am Brown Bottom sollte drin sein. Tolle Sicht. Aber dann… die Capitol Reef Canyon lands. Unbeschreiblich! Mal völlig surreal, mal wie in einer RIIIIEEESEN Kiesgrube. Toll!! Lange, geschwungene Kurven. Ein Genuss.

      Abgestiegen sind wir im Brocken Spur in Torrey. Gerade richtig bevor der Regen kam. Abends ging´s ins Steakhouse des INN, Das smoked Brisket war ein Gedicht.

      Wir sind so gegen 9h los und sind 17:15 eingetrudelt.

      18.05. Torrey – Mount Carmel (Zion)
      Distanz: 341 km
      Highlights: Escalante, Bryce Canyon
      Das FH ist Inkl. Und völlig ok. Das Broken Spur ist empfehlenswert.

      Wir machen uns auf bei frischem, aber trockenem Wetter Richtung Bryce Canyon. Der Escalante State Park und Dixie Forrest haben schon was zu bieten. Aber es ist sau kalt. Temperaruten Einstellig und man sieht weiße Ränder an der Straße, alles Reif. Also runter vom Tempo. Alles war noch im grünen Bereich, aber wir sind auch froh gewesen als es bergab ging.

      Highlight sicherlich ist das überraschend, relativ kurze Stück auf dem Hyw 12 was am Bergkamm entlang geht. Da sind sie wieder, diese Weiten. Dann wird’s allerdings wieder recht frisch. In Tropic wo wir tanken und einen kleinen Mittagsstopp einlegen, ist von tropisch keine Spur…. Der Bryce Canyon empfängt uns dann mit leichtem Regen, kaltem Wind und gefühlten 1stelligen Temperaturen. Nicht witzig bei 2400 Meter Höhe. Wir fahren in den Canyon und nehmen auch 2 Aussichtspunkte, drehen dann aber und lassen den Endpunkt aus. Der Regen nimmt zu und die Temperatur fällt.

      Im Red Canyon ist es kurz mal entspannt und wir halten für Fotos. Kaum fertig holt uns das Wetter wieder ein…. Also ab in einem Ritt bis zur Unterkunft. SCHEISSE KALT (sagte ich das schon?)

      Das Thunderbird BW sieht witzig aus, die Gebäude… naja…. Aber der äußere Eindruck täuscht. Zimmer sind echt nett. Ab in den hot tub! Abends haben wir im Restaurant des Hotels gegessen. Das war gut, aber die Bedienung ist lahm.

      Wir sind kurz nach 9 los und waren 16Uhr noch was da. (ein wenig vom Wetter getrieben….)

      19.05. Mt. Carmel – Las Vegas
      Distanz: 389 km
      Highlights: Zion Park, Valley of Fire, (Hover Dam), Las Vegas

      Nach einem guten Frühstück, sind wir aufgebrochen. Die Strecke durch den Zion ist eines der Tour Highlights. Grandios. Wunderschöne Felsformationen kurvige Strecke. Verkehr hielt sich in Grenzen. Hatte ich gar nicht mit gerechnet, da wir nicht richtig in den Park rein sind, sondern nur durch.

      Das Interstate Stück danach ist zum Einschlafen! Wir haben in Mesquite Mittag gemacht. Ist auch empfehlenswert um sich zu erholen. Aber um ins Valley of Fire zu kommen ist das die beste Wahl. Auch schön anzusehen, nicht das Highlight, aber wer in der Ecke ist, sollte den State Park mitnehmen. 10 USD Eintritt. Dann eine gefühlte Ewigkeit am Lake Mead vorbei. Das zieht sich wie Hulle und die Temperatur steigt. Denn es geht Talwärts nach Las Vegas. Durchhalten!!

      Von weitem erkennt man die Skyline. Aber es ist noch weit… Am Stadtrand waren es noch ca 17 km. Und leckere 33 Grad bei meist Stop and Go. Noch einmal Tanken und ab ins New York NewYork. Den Stopp am Welcome to fabulous LV sparen wir uns durch die Hitze. Wir sind einfach schon zu gekocht von der Sonne.
      Einchecken und duschen. Sabine war die Tagesbeste. Um nicht 2xl zu laufen vom Parkhaus ins Hotel, nahm sie alles mit. Auch den aufgesetzten Helm. So rannte sie durch das Hotel Casino….. Blicke waren Ihr sicher.

      Abends sind wir den Strip erkunden. Bei Tageslicht unspektakulär, aber sobald die Lichter angehen sind die 2 km Strip lohnenswert. Die Fontänen am Belaggio sollte man sich unbedingt ansehen. Und der Essenstop in Hard Rock brachte mir mein nächstes Shirt. Ok, nicht nur Essen.... ein paar Bierchen waren auch dabei. Morgen ist ja frei!

      Morgens um 9 los und gegen 17h da. Durch die Wärme am Ende auch recht anstrengend.

      20.05. Las Vegas – Ruhetag
      Highlights: Flug Hover Dam, Lake Mead, Grand Canyon skywalk

      Frühstück gab es im Hotel. Anschließend sind wir zum pick up am main vallet. Rundflug Skywalk.
      Mit 1,5 Stunden Verspätung ging es los. Leider sind Gäste von einem Flug vorher nicht rechtzeitig zurück. Das war nicht so witzig. Aber der Flug über den Hoover Dam und Grand Canyon ist die Sache wert.

      Der Skywalk ist etwas was man machen kann, ist aber in Echt recht enttäuschend. Die 580 M Klippe und Skywalk auf Madeira waren Beindruckender. Die Kulisse am Grand Canyon, die du mit Privat Wagen nicht erreichst, kommt eigentlich nicht an die des South Rim ran. Alles böse auf Tourismus ausgelegt und Massenabfertigung.
      Wir waren erst Abends gegen 18-18:30 zurück. Denn auch auf dem Rückflug waren Leute zu spät. Relativ geschafft blieben wir im Hotel zum Essen und für einen Absacker. Den Strip hatten wir ja schon am Vortag.
      Somit schafften wir auch das LV Schild leider nicht mehr.

      21.05. Las Vegas – West Bishop
      Distanz: 437 – 519 km
      Highlights: Death valley

      Vorweg, wir haben bis zuletzt mit der Entscheidung gewartet und das Wetter beobachtet. Wir sind morgens um 8 auf die Karren und los Richtung Death Valley. Bis Shoshone haben wir auch dran gezogen, denn das Ziel war gegen Mittag schon wieder raus zu sein. Muckelige 34 Grad waren es am Bad Water Basin, morgens um 10:45. Also trink und Foto Stop und wieder weiter. Bevor es zu heiß wird.

      Und es blieb auch erst mal so warm. Endlose Geraden machen das fahren auch nicht spannender. So wenig wie die Einöde drum herum. Menschenfeindliche Gegend. Endlich kamen wir Richtung Berge und es wurde schön kühl. In Lonepine haben wir Mittag gegessen (so 14 Uhr) und getankt. Ein netten Plausch mit einem Ami gehalten, bevor wir nach Bishop weiter sind. Uns kamen immer wieder Moppeds entgegen, die das Death Valley noch vor sich hatten. Genauso wie Fahrradfahrer. CRAZY!!!

      Wir waren gegen 16:30 am BW in West Bishop.

      Kurz vor der Stadt steht ein Schild das für uns den Supergau brachte. Der Tioga ist zu, die 108 auch. Somit sind die nächsten 2 Ziele im Arsch. Die Info hätten wir einen Tag vorher gebraucht. Nun fallen Tioga, Yosemite und Sequoia (Mammut Baum) aus. KACKE!! Die haben im Mai alleine 4 mal auf und wieder zu gemacht wegen Stürmen.

      Hilft alles nichts. Netbook raus und alternative suchen. Hotel Storno ging zumindest in Visalia noch, aber Oakhurst war zu spät. Wie mir auch der Inder am Telefon erklärte….. grrrrrr…. (wurde aber trotzdem nicht berechnet!)

      Unsere Wahl fiel auf den Norden. Denn wieder in den Süden hätte bedeutet die nächsten 3 Tage je 6-6,5 Stunden reine Fahrzeit. Da hatte niemand Bock drauf. Und der Yosemite wäre eh ausgefallen.

      22.05. West Bishop – Pollock anstelle Oakhurst
      Distanz: 347 km
      Highlights: Eingentlich keine….. anstelle Tioga Pass, Yosemite Park, Glacier Point

      Dafür das es eine Notlösung war, ist die Strecke echt toll. Pässe, Kurven, gib ihm. Allerdings bei sehr kaltem und nassem Wetter. Das war nicht wirklich ein gelungener Tag. Aber am Wetter kannst du nichts ändern, also durch. Und die Landschaft war schön! Straßen kurvig und gut. Untergekommen sind wir im BW in Pollock Pines, nicht gerade günstig, aber es ist Wochenende, dazu noch ein verlängertes wegen Memorial Day. Alles voll oder nicht Bezahlbar.

      In Pollock Pines gibt es NICHTS. Wir sind auf der Suche nach einem Futterbunker in eine Bar eingekehrt, Oli, Klaus und ich. Nur für ein Bier. Wir bekamen unser Bier mit den Worten: Wie seid ihr denn in Pollock Pines gelandet?!? Antwort: Tioga zu. Da lachte das Mädel hinter der Bar. Watt ein Kaff. Da grenzte schon an Hill Billy. Aber irgendwie auch urig und das Mädel packte noch die Klampfe aus und sang ein Lied. Wird nicht der nächste Superstar, aber es hatte was.

      Ich habe mir noch den Tagesbesten gegönnt. Nach der Ankunft machte ich Kaffee und einen Aschenbecker fertig (Glas mit Wasser). Auf dem Weg raus auf den Balkon, beide Hände voll, schaffte ich es dennoch die Tür zu entriegeln und machte einen Schritt vor. LEIDER hatte die die Fliegengitter Tür übersehen…… Platsch….

      Wir waren gegen 16 – 16:30 Uhr da.

      Frühstück gab es im BW. Der BW Standard der Zimmer ist gut, aber das Frühstück….. Naja.
      Witziger Weise sieht das BW ein wenig Japanisch aus. Die Besitzer sind Asiaten. 1 Mile die Strasse runter, ja wir sind sie gelaufen, fanden wir auch ein kleines Restaurant. Sehr lecker für ganz kleines Geld gegessen. Super. Auf dem Rückweg ist unser Läufer Klaus noch einmal zum Liquor und hat ein 6pack Corona geholt. Der Abend war gerettet.

      23.05. Pollock – Pilone anstelle Visalia
      Distanz: 290 km
      Highlights: Wieder nichts, anstelle Mammut Bäume im Sequioa Park.

      Wir hatten am Abend noch kurz die Strecke ausgearbeitet. Schön Kurvenreich und mit tollen Ausblicken. Oberhalb von Sacramento. So ungefähr würde ich mir auch den mittleren Westen vorstellen. Zum Teil jedenfalls. Auch recht viel Geraden an Feldern vorbei. Für eine „Notlösung“ war die Strecke wieder TipTop.

      Nachmittags sind wir im Pilone Motel 6 eingecheckt. Relativ früh. War nichts anderes zu bekommen, jedenfalls nichts was man bezahlen könnte. Leider gab es auch nur ein Queen Bett pro Zimmer. Kuschelige Nacht für Oli und mich.... Gegessen haben wir in einem kleinen italienischen Restaurant. Lecker und gut. Preislich ok.

      24.05. Pilone – San Francisco
      Distanz: 115 km
      Highlights: Golden Gate, Lombard Street, Twin peaks

      Auch diese Notlösung stellte sich als richtig schöne Strecke heraus. Leider empfing uns SF im Nebel. Und durch den Sonntag auch mit tierisch Verkehr. Und 2 Sachen können Amis definitiv nicht:
      1. Kurven fahren, egal ob Escalade oder Prius, die glauben immer einen 40 Tonner zu fahren.
      2. Abbiegen. Bleiben gerne auf der Strasse stehen, klein wenig links würde reichen.

      Die Richmond Brücke ist schon ein kleines Highlight. Die Golden Gate ist das Sahnehäubchen. Wenn man sie denn sieht... 2 Fotos waren uns vergönnt. Durch das lange WE hier, ist alles gerammelt voll. Auch die Sehenswürdigkeiten. So die Lombard Street. Wir entschieden uns die heute zu fahren, nicht am Mittwoch. Aus 15 min mach 1:15 Stunde. Die kleine Straße ist dann eher entzaubernd UND VOLL. Aber im Stau bei der Anfahrt Bergauf, da roch man so manche Kupplung. Bilder können nicht wiedergeben wie steil es zum Teil live hoch geht.

      Das La Luna Inn macht einen sehr guten ersten Eindruck. Auf zu Stadterkundung.
      Am Pier 39 waren wir im Hard Rock Cafe, obligatorisches Shirt kaufen. Allerdings 45 min auf einen Tisch wollten wir nicht warten und sind im Franziscan Crab Restaurant. Alles andere als günstig! Aber SEHR lecker!! Lohnt sich.

      25.05. San Francisco – Ruhetag
      Nach einen so dünnen Frühstück wie der Kaffee war, somit schlägt das La Luna Inn noch das BW, sind wir mit dem Bus los. Am Vorabend waren wir noch ein 3 Tages Muni Ticket kaufen. Damit kannst du alle Öffis incl. Cable Car nutzen so viel du willst. Preis 26 USD. Das ist unschlagbar und alles ist perfekt zu erreichen.

      Highlights:
      China Town, das Gate ist zumindest schöner als in LA, aber der gleiche Nepp.
      Union Sqaure, das Viertel der Schönen und Reichen und der ganz schön reichen, am Financial District.
      Halidie Plaze, Alamo Square, Painted Ladies, Coit Tower, Market Street
      Im Marriot die View Bar (macht erst ab 16 Uhr auf!!). Herrlicher Blick über die Stadt und Getränke zu erstaunlich humanen Preisen.

      Abends in der Warf am Pier 39 im Aliotos essen. Lecker und die Preise sind der Umgebung entsprechend. Also nicht wirklich günstig.

      26.05. San Francisco – Ruhetag
      Highlights: Fishermans warf, Alcatraz, Cable car

      Cable Car fahren bis zum abwinken. Das ist lustig und man kann entspannt in der Gegend herum schauen. Einfach ein Muß! Wir sind früh los und brauchten somit nicht lange anstehen. Gegen Mittag sind die Schlangen lang. Wir trafen die Entscheidung nicht wieder zur Market Street zu fahren sondern uns den anderen Endpunkt der California line zu suchen. Gold richtig. Da war nichts los! Anschließend sind wir auf´s Boot umgestiegen. 1 Stunde Bay cruise. Die 30 USD haben sich gelohnt. Ist eine wirklich nette Sache. Du fährst nah an Alcatraz vorbei und wendest unter der Golden Gate. Toll.

      Abends sind wir im A16, einem Italiener Essen gewesen. Gut, aber Oliven kann man knicken. Leckere Pizzen haben die und das Lokal ist an der Lombard Street, beziehungsweise an der Cestnut dahinter.
      Preise in SF sind üblicherweise relativ hoch.

      27.05. San Francisco – Pismo Beach
      Distanz: 430 km
      Highlights: Monterey, Highway No 1, Big Sur, Bixby Bridge, My Way Falls, Big Creek Bridge

      Morgens um 8:30 sind wir aufgebrochen. Nach einem Früh…. Da war nicht mal mehr ein Stück. Das La Luna Inn hat in der Preisklasse durch das verarschende Frühstück einfach verloren. Geht gar nicht.

      Also auf zu den Twin Peaks. Hier hat Sabine zum 2ten mal den Tagesbesten geschossen. Wir genießen die Aussicht, und Sabine fragt: Wo sind sie denn? Ich: Was? Na die Twin Peaks….. DU STEHST DRAUF!!!

      Nach der Schote zogen wir gen Highway No1. EIN MUSS für jeden. Bis Monterey ist es nicht wirklich spektakulär. Aber dann… Der Big Sur ist einfach…. Eine wunderschöne Küstenstraße. Hammer! LEIDER können die Amis einfach keine Kurven fahren. Wir waren an einem Mittwoch da. Viel los, lahmarschige Ami Fahrer ohne Ende. Wie mag das am WE sein???? Auf 90 km haben wir mehr als eine Stunde verloren. Die Aussicht war toll, aber das fahren hat echt genervt. Sobald es gerade wird, geben die leider auch wieder Gas. Nicht witzig. Aber ok, durchhalten war die Parole, Ruhe bewahren. Ging dann auch.

      Aber wir waren auch erst kurz vor 6 am Hotel Spyglass INN. Direkt am Pazifik. GENIAL!!!! Leider keine Zimmer mit Meerblick bekommen, aber dafür auf der Terrasse zu Abend gegessen. Auch sehr gut. Die Betten waren ein Traum. Auch das Frühstück war gut, allerdings nicht im Preis enthalten. Aber Preise waren human und das Angebot gut.

      28.05. Pismo Beach – Santa Barbara
      Distanz: 352 km
      Highlights: Abstecher ins Hinterland….

      Morgens um 9 sind wir los. Erst ging es recht gerade. Aber als wir das hinter uns hatten….. Kurvige Strecken und Kurven und Kurven. Unglaublich. Mittags sind wir in die Reyers Creek Bar. Ein ganz einfacher Laden an einem Campground. Sollte jeder hin. Urige kleine Kneipe mit einfachen Gerichten aber gut. Tony hinter der Bar ist, wie die paar Gäste, zum Plausch aufgelegt und machte uns dann unsere Bestellung fertig. Einfach, gut und günstig. Klasse. Ein WbT Sticker prankt an dem Spiegel der Bar. Sie ist tapeziert mit Dollar Noten oder was gerade übrig war und wo man ein Autogramm drauf schreiben konnte. Die Skier allerdings…. Ok…

      Kurvig ging es runter Richtung Santa Barbara, wo wir gegen 16 Uhr eintrafen und den Pool in Beschlag nahmen. Dort, ganz nah am Strand waren wir im Motel 6 einquartiert. Motel 6 ist immer einfach, aber nicht immer günstig. Das hier war noch nicht mal sauber. Alles ok für eine Nacht, aber der Duschvorleger fiel mir runter, und auf der Rückseite war der Schwarz! No GO!! Das Handtuch war auch nicht wirklich sauber...

      Abends sind wir im Fishermans House essen gegangen. Für die Gegend gutes Preis Leistungsverhältnis. Kann man nichts gegen sagen. GUT!

      Allerdings 2 km hin und wieder zurück latschen.... Ich hatte mir deutlich mehr versprochen von dem Ort. Aber ok, haben ja auch nicht viel davon gesehen. Evtl. war es ein Fehler, Wert auf ein Hotel am Strand zu legen. Dazu kamen wir bei einer Übernachtung eh nicht wirklich.

      29.05. Santa Barbara – Los Angeles
      Distanz: 120 km
      Highlights: Topenga Canyon, Malibu

      Gefrühstückt haben wir in Jacks Bagle Bistro. Nett und gut. Dann um erst mal raus zu kommen aus Santa Barbara auf den HWY 1 und Richtung Süden.

      Nach einem kleinen Stück an Feldern vorbei, wo es herrlich nach Erdbeeren roch und alle Klischees erfüllt werden vom Mexikanischen Arbeiter, sind wir in den Topenga Canyon abgebogen. WAHHHHNSINN KURVE KURVE KURVE KURVE KURVE KURVE KURVE. Und eine leicht fluchende Sabine.

      Das war mit dem Chopper auch nicht so die beste Strecke. Vor allem nicht bei den Temperaturen. Aber sie hat das gut gemacht. Den Abzweig in den Tuna / Malibu Canyon, auch noch mal 35 KM, haben wir dann ausgelassen und lieber am Pazifik im Starbucks Halt gemacht. Mittagssnack. Gerade am letzten Tag sollte man nichts mehr "riskieren". Der Kopf ist sowieso schon voll mit Eindrücken.

      Dann zum Verleiher Moppeds abgeben. War auch nicht verkehrt. Bei LA war der I-405 richtig voll. Das kostete auch noch mal Zeit in der Wärme. Aber wir kamen entspannt am Hawthorne BLVD an und räumten die Maschinen aus. Ein Angestellter brachte uns zurück ins Hotel. Ein Tourguide der den Tigoa gefahren ist, bestätigte uns das wir die richtige Wahl getroffen hatten.

      Das war es dann mit 3 Wochen Mopped Tour. Am Pool mit Bierchen den Tag und den Urlaub ausklingen lassen. Unglaubliche Eindrücke Revue passieren lassen.

      30.05. Los Angeles – Düsseldorf
      Distanz: 9.154 km, 11 Stunden
      Wir sind so im Arsch... Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

      Ich bin in einem Alter, wo mein Körper am Morgen danah zu mir sagt: MACH DAS NIE WIEDER! :cursing:

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    • Nach der Tour:
      Den Teil „Vor der Tour“ habe ich auch tatsächlich vor der Tour geschrieben. Hier dann mal der Abgleich.

      Tourlängen: Waren gut gelegt aber auch eher das obere Limit. Wenn man sich auch mal ein wenig Zeit nehmen möchte, sollten die nicht länger sein. Auch sollte man bedenken, das an den touristischen Orten relativ viel Verkehr sein kann. AMIS KÖNNEN KEINE KURVEN FAHREN. Das kostet Zeit. An Tagen wo man einfach nur von A nach B will, also ohne Sightseeing, kann man ruhig etwas mehr KM in Kauf nehmen. Vor allem wenn es recht geradeaus geht. Auch auf Highways. Interstate hatten wir nur an 2 Tagen, auch nur Stückweise auf die KM gesehen.

      Wir hatten eher kühleres Wetter. Das hilft beim Fahren. Wer im Juni und später fährt muss die Hitze bedenken. Das Death Valley kannst du knicken. Auch wenn der amerikanische Standard ist, mit Jeans und T-Shirt zu fahren, hatten wir immer komplette Montur an.

      Hotel/Motel: Ja du findest immer was. Aber ich würde jeder Zeit wieder vorbuchen. Sonst nächtigst du im zu zweit im Queen Bett oder zahlt auch mal mehr Geld weil es das letzte Zimmer ist. Auch hatten wir ein paar mal das Schild an der Unterkunft No vacancy. Also voll.

      Tanken: Außer in Kalifornien konnten wir meist direkt an der Säule mit Kredit Karte bezahlen. Preise sind für Europäer eher ein Witz. Ist manchmal ein wenig umständlich, aber nach 2 Tage bist du dran gewöhnt.

      Service und Tipps: Die Hilfsbereitschaft und das Service Level sind groß. Und wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht. ABER die Tipps sind nicht zu unterschätzen! Zwischen 15-22% auf die Brutto Rechnung sind ein Wort. Das schlägt bei 3 Wochen zu Buche!

      Preise: Wir haben viel in Restaurants gegessen. Das ist nicht billig und Preislich wie in Deutschland. Essen war eigentlich immer gut. Mittag Stopp in einem Fast Food Teil oder kleinem Diner sind nicht teuer und reichen völlig aus. Portionen sind meist recht groß. Habe ich oft nicht geschafft. Insbesondere das Frühstück ist üppig!!

      Die Amis: Das Vorurteil alle Fett und oberflächlich können wir eigentlich nicht bestätigen. Ja, viele sind gut beleibt. Das liegt daran das die alles mit dem Auto machen. Du legst aber auch von A nach B einige (kilo) Meter zurück. Wir wurden teilweise blöd angeschaut das wir zu Fuß unterwegs waren. Aber keiner sonst….
      Schaut man sich in Deutschland um, sind wir auch nicht wirklich besser.

      Oberflächlich? Nein, aber immer interessiert und für einen kurzen Schwatz offen. Da tauscht du aber nicht deine Lebensgeschichte aus. Nett und freundlich. Das umschreibt es gut. Überall gibt es aber natürlich solche und solche. Das ist hier nicht anders. Aber kommunikativer ist es dort. Viele verwechseln wahrscheinlich die Floskel „How are you“ mit einer Einladung zur Stuhlkreisrunde. Falsch gedacht.

      Die recht exakte Planung war gut. Somit hattest du auf der Tour keinen Stress. Wenn was unvorhergesehenes passierte, konntest du noch darauf reagieren. Würde ich immer wieder so machen. Es ist eine Menge Geld die bei solch einem Urlaub drauf geht. Daher ist die vorherige Planung und Information gut. Die ganzen wilden Geschichten über Land, Leute, Polizei Kontrollen etc… gehören dann eher ins Reich der Fabelwesen. Wenn man sich vernünftig verhält und informiert ist alles gut.

      Kurz um. Am Ende wird alles gut. Und das war es auch.

      Ich bin in einem Alter, wo mein Körper am Morgen danah zu mir sagt: MACH DAS NIE WIEDER! :cursing:

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    • :(blume: Schön :010: :018: :010: ³ww³

      Es war ein unbeschreiblicher Urlaub, wo bei mir noch vieles von dem Gesehenen "sacken" muß. Ich hätte nie gedacht, dass mir dieser Kontinent gefallen würde.
      Diejenigen, welche schon dort waren, haben zum Beispiel von den endlosen Highways erzählt, aber so richtig vorstellen konnte ich mir das nicht, bis ich es selber erlebt habe.

      Der Riemenabriß war mehr als unglücklich, hier noch einmal ein ganz liebes :166: Schön an die Gruppe für die Hilfe, das als Sozia mitgenommen worden zu sein, die Gepäckverteilung, das Warten.

      Ja, der Chopper, über 300 Kilo mit mir und Gepäck, rangieren, bremsen und Kurven - ohne Logistik (für mich) nicht zu schaffen :037: (und mehr Zeit).
      Wobei, ohne Frage, die Kurvenstrecken um Längen schöner sind, als die endlosen Highways :gefa:
      Aber ich gestehe, so ein bißchen habe ich mich mit dem kleinen, dicken, bordeauxfarbenen Ding angefreundet ~1~2~5~ , wenn ich zum Beispiel an mein vom Winde verweht Erlebnis in Schottland denke ...

      :166: an Euch

      Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)
    • Der Meinung von Oli schliesse ich mich an - ein prima Bericht, alles Wichtige wurde genannt. :D1:

      ozboss schrieb:

      nur eins hat Kinni vergessen zu erwähnen
      ähnlich seiner Fliegentüraktion in Pollock Pines ging es mir in Pismo Beach - nur leider war dies eine Glastür
      @Oli: Kinni ist halt ein Netter... :111:

      @Sabine: das mit dem Wind-Vorteil lag daran, dass Du mit dem Chopper unter der Stroemung langefahren bist... :lula3:

      Ich wurde nicht gefragt, ob ich geboren werden möchte
      Ich werde nicht gefragt, ob ich sterben möchte
      Also laßt mich so leben, wie ich es mag!