WbT Dolomitentour 2018

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  • Freitag 07.09.18

    Wochenlang gefiebert, heute geht’s endlich los. Pünktlich kurz vor 09:00 fährt Stefan mit seiner Honda vor meine Garage. Noch kurz ein zwei „Losfahrfotos“ dann rollen wir Richtung Süden.




    Autobahn bis Darmstadt dann Bundes,- und Landstraße Richtung Neuburg a.d.D.
    Das Wetter meint es einfach nur gut mit uns. Bis auf zwei kleine Schauer bei Frankfurt strahlender Sonnenschein. Und das den Rest des Urlaubs. Aber das wussten wir ja da noch nicht.
    Gegen 18:00 Uhr trudelten wir dann bei den SbTlern Elke und Ralf ein.
    Ralf gab den Starkoch und zauberte uns einen bayrischen Schweinebraten mit Klößen. :512: Köstlich.
    Wir verbrachten dann noch den restlichen Abend gemütlich auf der Terrasse.
    Elke und Ralf: „Vielen vielen Dank für eure Gastfreundschaft“

    Samstag 08.09.18

    Am nächsten Morgen gings dann ausgeruht weiter Richtung Dolomiten. 9:00 Uhr war der Plan, bis wir vollgetankt auf der Autobahn Ri München waren, wars dann halb zehn.
    Meinen Plan Landstraße über Augsburg zu fahren, hatten wir auf Ralfs Tipp hin verworfen um stattdessen die BAB bis Garmisch zu nehmen.

    Es lief ganz gut, bis München, dann kamen die alltäglichen Staus.
    In einem dieser Staus trafen wir Peter und Volker die mit ihrem Auto mit Anhänger feststeckten, während wir uns durch die Mitte durchmogelten. Durch München durch gings aber zügig bis vor Garmisch. Am Autobahnende mussten wir wieder kreativ sein um dem Blechwurm zu entkommen.

    In Seefeld/Tirol gönnten wir uns dann eine Mittagspause. Das Lokal war eigentlich gut, die Gulaschsuppe lecker und gar nicht teuer, wenn da nicht der komplette Urlaubsverkehr an unserem Tisch vorbeigefahren wäre……
    Egal, wir haben Urlaub. Schnell durch Innsbruck durch über die „alte Brennerstraße“, die Radaranlagen verseucht ist, Richtung Italien.
    Die Pässe warten.
    Und dann endlich ……….. wenn auch nur ein kleiner ………..Strada Statale 508 - Penser Joch 2.211 m – wie toll
    Der erste Kurvenrausch und am anderen Ende gabs den ersten echten italienischen Cappuccino. Der Himmel strahlt in fantastischem Blau. Boah kann Leben schön sein.
    Aber bummeln gilt nicht. Wir haben ja noch ein Tagesziel. Also weiter Richtung Bozen.

    Kurz vor Bozen, ich träume vor mich hin, Stefan biegt links ab und ich, rase geradeaus. Na toll. Schnell gemerkt, gedreht und Stefan hinterher. Der kam aber auch nicht weit. Die Straße war gesperrt in die wir mussten. Er ruft irgend etwas. :1415: Hääh? Ruft wieder, ich versteh ihn immer noch nicht. Dann brüll ich auch. Bis ich´s dann doch verstanden hab. „Straße ist gesperrt“.
    Warum brüllen wir eigentlich hier rum? Wir haben doch Funk …………… :005:
    Und diese Sperrung hatte Folgen. Nun mussten wir durch Bozen City.
    Auch das geschafft, aus Bozen raus ins Eggental.

    Im Eggental gab´s auch wieder was zum schmunzeln. An einer Baustelle stand ein LKW quer. Und damit auch eine lange Autoschlange. Also nach vorne mogeln, vor einen Porsche. Dessen Fahrer war „not amused“. Als der LKW endlich die Fahrbahn freigab, gaben wir Gas. Und der Porsche hinter mir wollte sich revanchieren. Ach, du willst spielen? Na dann. Feuer frei.

    Ganz ehrlich? Ich hab damit gerechnet das er gleich an mir vorbeifährt……. Aber der konnte mit den für ihn viel zu vielen PS nicht umgehen. Er rutschte mehr und mehr durch die Kurven bis er dann aufgab. Schaaaaaaaaaade. :037:
    Um ca. 18:00 Uhr rollten wir glücklich vor´s Hotel Mondschein wo schon der Rest unserer Reisegruppe war. Trotz unterschiedlicher Reiserouten sind alle innerhalb von ca. 1 Stunde eingetroffen. Toll.
    Begrüßung, einchecken, duschen und ab zum Begrüßungsbier.
    Nun konnten wir auch Peter kennenlernen. Eine Bereicherung für uns. :thumbsup:

    Um kurz nach 19:00 Uhr dann das erste mal Abendessen im Hotel Mondschein. Ein 5 Gänge Menü vom aller allerfeinsten. Jetzt wußten wir alle: Wir haben Urlaub.



    Sonntag 09.09.18

    Was machen wir heute?

    Logischerweise die „Sonntagstour“ , weil Sonntag ist.
    Die lustige Diskussionam Abend mit Manni um die Abfahrtszeit kann ich gar nicht beschreiben. Einfach köstlich. :lula3:

    Sonntagstour_237

    Karerpass (1745 m)
    Passo di San Pellegrino (1918 m)
    Forcella Staulanza (1773 m)
    Passo Duran (1601 m)
    Forcella Aurine (1299 m)
    Passo di Cereda (1369 m)
    San Martino di Castrozza
    Passo Rolle (1984 m)
    Passo di Pramadiccio (1431 m)

    Eine Eingewöhnungstour sollte es werden. Aber an Stau mussten wir uns ja nicht gewöhnen, den kennen wir von zu Hause. Das Chaos fing schon am Karerpass an. Irgendwie schienen sich alle die was zum fahren haben auf unserer Strecke zu versammeln. Überall Radarfallen, Überholverbot, Baustellen.
    Immerhin wurde es im Laufe des Tages besser. Am Passo Rolle hatten wir sogar fast „freie Fahrt“, na ja, fast.
    Nach der Kaffeepause am Rolle machten wir uns auf den Rückweg, mit einem kleinen Schlenkerder uns zwar von der geplanten Route abbrachte, Stefans Honda mahnte zum Sprit fassen,dafür aber zwangsläufig auch den Weg über den Karerpass fällig werden liess.

    Na toll……….. Stau andersherum? =O Und wie ……… Alle Deppen fuhren wieder Richtung Bozen. :158:
    Und wir mittendrin. :005:

    Ich hatte mir geschworen: Nie wieder Karerpass. War natürlich ein frommer Wunsch der sich nicht erfüllen liess.
    Aber die Entschädigung gabs am Abend. Ein Sonntagsmenü im Hotel Mondschein. Das war Ostermenü und Weihnachtsessen zusammen. Einfach herrlich.

    Nach dem Essen beschlossen wir am nächsten Tag mit der Seilbahn auf den Sass Pordoi zu fahren.

    Montag 10.09.18

    10:00 Uhr Abfahrt sollte für unser Vorhaben eigentlich ausreichend sein.

    Der erste Teil der Strecke führte überden Passo Lavazze. Die Strecke ist herrlich kurvig, mit tollem Asphalt. Da lässt es sich wirklich toll fahren.
    Bis ins Valle di Fiemme. Eine breite Straße (SS48) führt ewig weit durchs Tal. Das zieht sich. Und immer wieder Radarfallen. Die Italiener haben aufgerüstet ohne Ende. Die Sonne lässt das Tal zwar im allerbesten Licht erscheinen, langweilig ist´s aber fürs Motorradfahren trotzdem.
    In Canazei dann der Abzweig zum Passo Pordoi. Endlich.
    Kurven, Kehren ohne Ende. Runterschalten, Gashahn auf. Der Passo Pordoi gehört ja immerhin zur berühmten Sella Runde.
    Aaaaaaaaber dann ……..
    Vor uns taucht ein Reisebus auf. Na ja werdet ihr denken. Ein Reisebus. 2 Kurven, dann ist der überholt.
    Vor diesem Bus tauchte aber noch einer auf ………..
    Und vor dem und vor dem nächsten …………….
    Insgesamt waren es 5 Reisebusse, in Worten fünf, die sich den Pordoi hinauf quälten. Vor uns.
    Wie krass is das denn??
    Manni fackelt nicht lange und hält an. Um dem Buskonvoi einen Vorsprung zu geben. Die anderen der Gruppe nehmen die Jagd auf. Bus um Bus wird überholt um zumindest noch ein paar Kurven geniessen zu können. Das mit dem Überholen funktionierte, das Geniessen leider nicht.
    Na ja, irgendwann stehen wir dann doch vor der Talstation der Seilbahn die uns noch 700 Meter höher bringen soll.

    Wir bringen unsere Helme, Tankrücksäcke und all die lästigen Dinge die man für eine solche Bergbezwingung nicht benötigt in das Auto von Klaus, kaufen unser Ticket, schlappe 19,00 Euro pro Person, und stellen uns in der Masse der Touristen an. Die sind übrigens aus den Bussen die wir vorhin überholt hatten.
    Dicht gedrängt in der Gondel geht’s nach oben.



    Oben angekommen werden wir mit phantastischen Ausblicken belohnt. Das superschöne Wetter krönt den Ausflug zusätzlich. So ist Leben schön.



    Irgendwann haben wir dann genug gestaunt, jeden Gipfel fotografiert. Vögel mit Brezeln gefüttert, da wäre Manni gerne Vogel gewesen. :lula3:
    Wir machen uns auf den steilen Weg runter zu unseren Motorrädern. Zu Fuß? Seid ihr jeck?
    Na klar, wieder mit der Gondel. Unten angekommen noch schnell einen Sticker für meinen Hut und ein paar Aufkleber fürs Topcase gekauft, fahren wir die „Sella Runde“ zu Ende.


    Vom Pordoi zum Campolongo hinüber zum Grödner Joch. Der Verkehr war erwartungsgemäß anstrengend. Fazit: Sella Runde kann man machen, muss man aber nicht. (Memo an mich: ein Smilie für: kann mann machen, muss man aber nich)

    Nach dem Passo di Gardena, wie das Grödner Joch auf italienisch heisst, erwartete uns wieder die SS48. Laaaaaaaaaaaaangweilig. Diesmal aber nur bis Vigo di Vassa, um dort Ri Karerpass abzubiegen.
    Heute liess es sich einigermaßen zügig fahren. Kein Vergleich mit gestern.
    Um kurz nach 17:00 Uhr waren wir dann nach 163km wieder im Hotel angekommen. Das Bier nach der Tour hat prima geschmeckt. :0291:

    Dienstag 11.09.18

    Bei den Vorbereitungen zur WbT Dolo Tour war eins klar. Stefan wollte unbedingt aufs Stilfser Joch. Ich hatte noch die Tour von unserem Oli. Der hatte die mal eben kurz auf seinem TomTom gestrickt.
    Diese Route konnte ich übernehmen, aufs neue Kartenmaterial anpassen und umdrehen. Denn eins wußte ich noch. Das Tal von Meran zum Reschensee lässt sich morgens wegen des Verkehrs leichter fahren als abends in die andere Richtung. Und die Nordrampe des Stilfser Joch mit seinen 48 Kehren ist schöner raufzufahren als runter.

    Und weil es Stefans Tour war, wollte er auch den Tourguide für diese 333 km machen.

    Um 09:00 Uhr gings los. Mit von derPartie waren Volker, Peter und ich.
    Die ersten 80 km waren erwartungsgemäß langweilig, Durch Bozen, hinter Bozen Schnellstraße bis Meran und dann noch die SS38 Richtung Reschenpass. Über diese Straße quält sich der komplette Fernverkehr. LKW, Reisebusse, Wohnwagengespanne und viele kleine Traktoren die die Apfelernte einbringen. Solche Verhältnisse erfordern Geduld. Oder halt eine ordentliche Portion Irrsinn für viele viele Überholmanöver. Wer mich kennt weiß das ich eins von beiden nicht hab ……..

    Einzigste Abwechslung war Stefans Halt an einer Tiroler Metzgerei. Ich war selber schuld. Er wollte Elke und Ralf eine Flasche Schnaps mitbringen, bis ich die Idee hatte einen echten Tiroler Schinken mitzubringen. Den richtigen Riecher für die richtige Metzgerei hatte Stefan dann.
    Jetzt aber los, das Stilfser Joch wartet. Nur noch gut 20 km bis Stilfs.

    Kurz vor den ersten Tornantis wollten wir nochmal kurz anhalten. Kameras einschalten, eine rauchen und die Vorfreude nochmal geniessen. Volker, Stefan und Peter machten das auch.
    Mich hielt nichts mehr zurück. Dynamic Modus rein, runterschalten Vollgas. Vollbremsung. Vor mir trödelte eine Gruppe Cabriofahrer. Boah muss das sein?? Also mal wieder Überholorgie. Und das möglichst vor der ersten Kehre. Man hab ich geflucht und geschimpft. :evil: Aber geschafft. Nun „nur noch“ 48 Kehren bis zum Gipfel. Wow macht das Spass. Die Kehren sind zwar sehr eng, aber mit Schaltautomat bin ich ruckzuck vom 1. , 2. , 3. Gang, beschleunigen, runterschalten rum um die Kehre. Ist das ein Fest. Wer im Weg „steht“ wird überholt. Wehren zwecklos.

    Oben angekommen muss ich erst mal sacken lassen. Ich mag noch nicht mal rauchen. War das geil oder war das geil? Und stolz war ich solch ein tolles Motorrad zu fahren. Das hier ist GS Terrain.
    Lange musste ich aber auch nicht auf den Rest der Gruppe warten. Auch die waren begeistert.



    Da hatten wir uns eine Pause am Restaurant Tibet redlich verdient. Rauffahren zu dem Restaurant lohnt sich, auch weil von hier oben der Blick auf die Serpentinen nochmal grandios ist.




    Nach der Pause noch schnell ein Foto mit Höhenschild, ein T-Shirt und Aufkleber gekauft, machen wir uns auf den weiteren Weg. Die Abfahrt auf der Südrampe ist weniger spektakulär. Dafür aber flüssiger zu fahren.
    Nächstes Ziel: Passo Gavia Das ist der Pass der mir lange nicht vergönnt war. Weils entweder nie auf meiner Route lag oder er gesperrt war. Ich hab ihn von der Fahrbahnqualität als schlecht in Erinnerung. Dieses mal war er noch schlechter. Das ist schon fast Enduroqualität. Schade. Für Fotofans hat die Südrampe ein paar Highlights parat, die Peter auch mitgenommen hat.
    Der weitere Weg war dann eher unspektakulär.

    Ein Highlight wartete aber noch auf uns. Der Passo Mendola. Ein herrlich zu fahrender Pass. Der Straßenbauer muss Motorradfahrer gewesen sein. Herrliche Kurven bei 1a Asphalt. Oben angekommen haben wir´s uns dann in der Eisdiele gemütlich gemacht. Das hatten wir uns hier oben redlich verdient. Außer Stefan. Dem wollte die Bedienung sein Wunscheis nicht bringen. Da war nämlich Alkohol drin. Und das durfte an Motorradfahrer nicht verkauft werden. Hihihi. Richtig oder nicht richtig? Bis hier her hatte er uns gut geführt…….. Ob das mit nem Schnaps im Eis auch noch so wäre?? Na ja, ein bisschen mit der Bedienung diskutiert gabs dann doch noch sein Wunscheis. Ohne Alohol :111: :Manni:



    Der Rest der Tour ist dann schnell erzählt. Wir hatten nur noch gut 60km bis zum Hotel. Überdie Tonale und Mendelpass Staatsstraße Richtung Lavazejoch Staatsstraße, an Kaltern, am Kalterer See vorbei, wieder durch die Apfelplantagen rollten wir dann kurz vor 18:00 Uhr nach 336 km, geschafft aber glücklich, auf den Hotelparkplatz. Was für ein geiler Motorradtag. Danke Stefan für´s guiden, haste prima gemacht. Jetzt haste Stilfser Joch und Gavia in deiner „to fahr Liste“ abgehakt. Und die anderen auch J

    Mittwoch 12.09.18

    Heute war „Kacheln mit Karl“ angesagt. Heisst, Hausgäste konnten sich in eine Liste eintragen für diese vom Chef Karl angeführte Tour. Start war um 09:00 Uhr. Also zeitig. Wohin es ging war Karls streng gehütetes Geheimnis.
    Mein Vorteil, genau diese Tour war ich schon mit ihm gefahren. Kaiserjägersteig. Hatte ich zwar als Tour auch vorbereitet, aber bewusst zurückgehalten weil ich mir schon dachte das Karl die auch fährt.
    Insgesamt warens 10 Teilnehmer. Unterschiedlicher kann man kaum unterwegs sein. Wir hatten uns in unserer Gruppe die letzten Tage natürlich zusammengefunden. Das flutschte prima. Nun aber hatten wir ein paar dabei die den ganzen Verkehr ordentlich aufhielten. Weiss man wenn sich einer fremden Gruppe anschliesst ………… eigentlich. Da is man(n) entweder geduldig oder kann gut pfuschen. Bei einer Zerteilung der Gruppe, irgendeiner hatte gepennt und nicht auf seinen Hintermann geachtet, so wie Karl das vor der Tour erklärte und schon wars passiert. Die halbe Gruppe verloren. Zum Glück waren WbTler dabei. Stefan in der einen, ich in der anderen Gruppe. Stefan rief mich an, ich konnte Karl das Telefon geben und der einen Treffpunkt beider Gruppen ausmachen. Hat funktioniert. Zufällig, also wirklich ganz zufällig fuhr ich dann hinter Karl und seiner „Rennkuh“. Was für ein Segen. Den Platz hab ich dann auch nur noch einmal während der Tour abgegeben. (Böse Blicke des ansonsten an zweiter Stelle fahrenden KawaFahrers und seiner Beifahrerin mannhaft auf mich nehmend. Kerl, wenn Blicke töten könnten. Hihi……… ) :044:
    Und so verlief die Tour bis zur ersten Pause

    Hotel Mondschein - Ried - Dajano -Carano - durch den Naturpark Trudner Horn - Altrei - Carbonare -Grauno - Val di Cembra - Brusago - Regnana zu einem Lokal auf dem Berg (leider hab ich mir zum Lokal keine Notizen gemacht) mit sehr schönem Ausblick auf den Lago delle Piazze und den Lago di Serraia (kannte ich schon, war aber wieder fasziniert von diesem Ort).

    Die Koordinaten hab ich aber mitgetrackt: 46° 10' 19.6" 11° 17' 59.5" . Wer in der Nähe von Cialini oder Rizzolaga-Campolongo ist, unbedingt mal rauffahren. Es lohnt sich, auch weil der Cappuccino super schmeckt und trotz der tollen Lage günstig ist.



    Weiter gings – nächster Halt: Kaiserjägersteig mit Aussicht auf den Lago Levico und den Lago di Caldonazzo. Ein wirklich herrlicher Ort. Auch wenn ich hier schon öfter war, ich bin immer wieder fasziniert.
    Hier brachte Karl dann seinen Lieblingswitz zum Besten:
    "Zuerst schuf Gott Südtirol. Dann den Wein. Den Wein probierte er ausgiebig. Mit einem ordentlichen Kater erinnerte er sich das er noch mehr schaffen musste und schuf das Ruhrgebiet. Erst nüchtern folgten dann Schwarzwald und die anderen schönen Gebiete."

    So erheitert geht’s auch schon wieder los. Zum Mittagessen soll gehen. Karl hatte kurz erklärt wohin, ich hab aber mal wieder nicht richtig zugehört ……………
    Durch Levico Terme, am Lago di Caldonazzo vorbei machten wir erst noch einen feinen Schlenker über Chiesa, nicht wegen Chiesa, sondern wegen dem Schlenker. Feine Gegend zum Motorrad fahren. Bei Carzano bog Karl dann in eine schmale Straße ein. Die Straße wurde eng und enger und in meinem Navi poppte eine Meldung auf. Annäherungsalarm: Rifugio CrucoloNee, oder? Das kam in unserer Tourplanung vor. Eine Idee von unserem Christian, der aber bei der heutigen Tour nicht dabei war.

    Am Parkplatz des Rifugio stand schon eine Gruppe Cabriofahrer, die Gruppe waren ebenso wie wir Gäste vom Hotel Mondschein. Da waren die Cabriofahrer ausnahmsweise mal schneller (oder besser gesagt, eher). Ansonsten standen sie nur im Weg. Sogar abends am Salatbuffet.
    Zum Entsetzen aller war jedoch die Gaststätte geschlossen. Was wir verpassten, könnt ihr hier nachlesen. rifugiocrucolo.it
    Also, alle wieder aufsitzen, und die Tour Richtung Hotel Mondschein fortsetzen. Und das möglichst vor den Cabriofahrern.

    Der Rest des Weges zum Hotel führte über den Passo Manghen. Am Fuss der Südrampe legten wir dann aber noch eine Rast in einem Lokal ein. Hier entledigte ich mich erst einmal dem Innenfutter. Es war sooo warm. Das Innenfutter hab ich den Rest des Urlaubs nicht mehr benötigt.
    Zum Ende der Pause dann noch ein Erlebnis der besonderen Art. An einem Nebentisch saßen ein paar italienische Motorradfahrer. Zum Ende ihrer Pause kam der Wirt mit einer Runde Obstler den die Gruppe fröhlich trank. Anschliessend dann auf ihre GS`en und und wie die Wilden losgestürmt. Wie war das noch mit Stefan´s Eis am Mendola? Da gab`s das nur ohne Alkohol?
    Nun ja ……………. unsere Gruppe hatte den angebotenen Obstler abgelehnt. Dafür gabs Bonbon´s :lula3:

    Der Rückweg war nun nur noch auf einer A….backe abgespult. Übern Passo Manghen und den Karerpass standen am Ende 325km mehr auf dem Tacho. Danke Karl, hat Spass gemacht. :giveme5:

    Erst mal duschen, umziehen und dann die am Tag verbrauchten Kalorien auffüllen. Mmmmmh, 4 Gänge Menü. Haben wir uns verdient. :512:

    Nach dem Essen planten wir die Tour für morgen. In einem Gespräch mit einem Gast erfuhren wir von der Rally San Martino am kommenden Wochenende, die über die meisten der umliegenden Pässe führte. Für die Trainingsläufe wurden die dann auch ein paar Tage vorher zeitweise geperrt.

    Damit war der erste Plan die „6 Pässe Tour“ zu fahren erst einmal keine gute Idee.

    6Paesse-PanoramaPenegal_267
    Karerpass (1745 m)
    Passo San Pellegrino (1918 m)
    Vallespass (2031 m)
    Passo Rolle (1984 m)
    Passo di Pramadiccio (1431 m)
    Passo della Mendola (1363 m)
    Panorama Penegal (1737 m) (Aussichtspunkt)
    Gampenpass (Passo delle Palade) (1518 m)
    Bozen
    Nigerpass(Passo Nigra)(1690 m)

    Nach kurzer Diskussion entschieden wir dann die „Rallypässe“ auszuklammern und den Rest zu fahren.

    Der neue Plan:

    Deutschnofen
    Passo della Mendola (1363 m)
    Panorama Penegal (1737 m) (Aussichtspunkt)
    Gampenpass (Passo delle Palade) (1518 m)
    Bozen
    Nigerpass(Passo Nigra)(1690 m)


    Donnerstag 13.09.18

    Pünktlich 10:00 h gings los. Das Wetter war super.

    Die Gruppe: Manni, Klaus, Volker, Stefan, Peter und ich.

    Über Deutschnofen zu fahren bot sich an weil einige von uns tanken mussten, zum anderen konnten wir über die SP72 in Nähe Montan auf die SS48 und damit auf die ursprüngliche Route fahren.
    Nächster Halt: Panorama Penegal. Erreichbar über den Passo Mendola. Auf dessen Passhöhe geht unauffällig eine kleine und kurvenreiche, mautfreie Straße vom Mendelpass über ca. 4 Kilometer mit einem Höhenunterschied von ca 350 Metern zum Gipfel. Oben gibt es das Panorama Hotel Penegal welches den Ruf hat einen guten Apfelstrudel zu verkaufen. Aber wir waren ja wegen der tollen Aussicht hier :111:
    Vom Hotel Parkplatz geht man ein paar Meter höher und erhält einen grandiosen Blick auf die Brenta-Gruppe im Südwesten, die Ortler-Alpen im Westen und die Dolomiten im Osten, sowie Bozen, Kaltern und den Kalterer See.
    Für perfekte Fotos war es leider zu diesig, weil zu warm. Trotzdem haben wir natürlich ein paar geschossen. Es gibt ja Photoshop.



    Anschließend sind wir dann noch auf einen Cappuccino auf die Hotelterasse. Ohne Apfelstrudel aber bei guter Aussicht.
    Merke: Mendelpasstour nur mit Panorama Penegal
    Nikotin und Koffeeinpegel aufgefüllt, machen wir uns wieder auf die Tour.

    Mendola runter Richtung Meran über „unsere liebe Frau im Walde“ und Passo delle Palade (Gampenpaß). Bis auf eine kurzzeitige Streckensperrung durch Baumfällarbeiten keine besonderen Vorkommnisse,also konnten wir fröhliches Kurvenschwingen bei bestem Wetter genießen.
    Mittagszeit, Hungerzeit? Da wußte ich was. Am Gampenpaß gibt es in einer Kehre ein Lokal mit allerfeinster Küche. Restaurant (Cafe) Bad Gfrill. gfrillerhof.com/de/restaurant-cafe-bad-gfrill/index.html
    Kennen gelernt hatte ich dieses Lokal bei einer Tour mit den Südbikers-Tourern. Da waren wir auf dem Weg in den Urlaub nach Korsika. Danke Albe.
    Was ich nicht wußte, das es hier die leckerste Gulaschsuppe der Welt gibt. Eine Hirschgulaschsuppe. Ich bekomm schon Appetit wenn ich nur daran denke :350:
    Kleiner Nachteil hier. Das Restaurant ist bekannt für lange Wartezeiten aufs Essen. Wird eben alles frisch zubereitet. Also nicht so frisch das erst noch der Hirsch gefangen werden muss, aber manchmal könnte man es denken. :111:
    Und so haben wir dann auch gute 2 Stunden hier auf der Terrasse verbracht. Wir waren ja im Urlaub und nicht auf der Flucht. Die Suppe war auf jedenfall reichlich, pikant mit ordentlich wat drin und unendlich lecker.



    Gut 60 km waren es noch bis zum Hotel. Volker entschied sich den direkten Weg zu nehmen, der Rest nahm die Tour wieder unter die Räder.
    Am Gampenpass noch schnell einen Fotostopp eingelegt, das Wetter und die Gegend zwangen fast dazu, ging´s Richtung Bozen, leider im Berufsverkehr durch Bozen, zum Nigerpass.
    Eine wirklich fein zu fahrende Strecke ab Bozen.
    Wenn keine Busse, Cabrios, Fahranfänger aus Polen oder Bauern unterwegs sind.

    Vor mir fuhr ein Trecker mit Anhänger, voll bis zum Rand mit Gülle beladen. Und keine Überholmöglichkeit. Bei jeder Unebenheit schwappte die Ladung fast über ……. Und der Gestank …………… puuuh. Ich hatte über Funk noch Bescheid gesagt das ich für den Gestank nix kann, wollte Stefan aber nicht glauben, warum wohl ………… *nono*

    Eeeeeeeendlich, der Trecker biegt ab, vor uns nur noch Kurven. Die haben wir dann bis zur Paßhöhe und zum Rosengarten in vollen Zügen genießen können.

    Am Rosengarten mussten wir natürlich einen Fotostop machen (da war ja noch der WbT Jahreskalender zu füllen). Motorrad ordentlich hingestellt und knipsen was die Speicherkarte zulässt. Von vorne, von hinten, von der Seite, von unten, usw. usw. Dumm nur das 5 Leute das gleiche Motiv für den Kalender ablichten ……….. hihihi



    Und so neigt sich die Tour dem Ende. Noch knapp 15 km bis zum Hotel. Unterwegs in Welschnofen wartete noch ein mobiler Blitzer auf Stefan, ich hatte zwar noch über Funk gewarnt, aber mit 56 km/h bei 50 erlaubt, hat er ihn erwischt. Verdammte Wegelagerer. (Das wußten wir natürlich erst einen Monat später)

    Als wir auf den Hotelparkplatz rollten, hatten wir 190km gefahren. Ein rundum gelungener Motorradtag.

    Freitag 14.09.18

    Letzter Tag. Was wollen wir machen? Zu einer großen Tour hatte keiner richtig Lust. Was zum „Ausrollen“ bis Mittag sollte es sein. Einpacken und Motorräder auf die Anhänger verladen sollte am Nachmittag stattfinden.

    Am Vorabend hatte ich Karl nach einem Tourentipp gefragt. Der schlug die Gegend um den Ritten vor.
    Das war mir zum einen aber nichts zum „Ausrollen“, zum anderen hatte ich Probleme eine solche Tour in mein Navi einzugeben. Das Ergebnis……… Wir „rollten“ nochmal gemütlich über den Passo Lavaze, nach Molina di Fiemme, wir mußten tanken und Volker brauchte Bargeld.
    Danach blieb eigentlich nur eine Tour zum Manghen. Einen Cappucchino in der Sonne genießen und dann wieder zurück zum Hotel.
    Bei der Auffahrt konnten wir die präparierte Strecke für die Rally San Martino bestaunen. Absprerrungen, Strohballen und Werbebanner. Zum Glück für uns fand kein Training statt. Die Auffahrt zur Paßhöhe ist sehr eng, also machten wir langsam.
    Nach dem Cappuchino, Apfelstrudel und Passhöhenfoto cruisen, oder besser schleichen wir uns den Pass herunter. Weil vor uns zwei „gebückte Holländer“ hereiern. Deren Motorräder waren zwar eher für die Rennstrecke gebaut und in diesem Gebiet schwierig mit ihren Stummellenkern zu dirigieren. Aber sooooooo langsam? Oke, in Holland gibt´s vielleicht mehr Kreisverkehre als Kurven. Anscheinend hab ich mir das Spiel zu lange angesehen, Stefan meckerte schon über Funk. Und die beiden vor mir warteten sicher auf die nächste Gerade um zu zeigen was sie können. Aber hier gibt´s keine Geraden. Meilenweit nicht. :056:

    Das war dann schon das Highlight dieser Tour. Der Rest bis zum Hotel war schnell, schwingend abgespult.
    95 km reichten zum „Ausrollen“ Erst mal ein Bier, :0291: dann ging´s ans Packen und aufladen.
    Ein unterhaltsames Vergnügen wenn man selber nicht von betroffen ist und nur als „Zuschauer“ drei Gespanne beladen werden. Stefan und ich hatten ja noch 2 Tage Motorradtour. Nach Hause.



    Noch einmal gemeinsam das tolle Abendessen im Mondschein geniessen, dann war der supertolle Urlaub schon fast zu Ende.

    Samstag 15.09.18

    Abreisetag.

    Peter und Volkergingen schon um 07:00 Uhr zum Frühstück. Stefan und ich wollten auch schon um 09:00 Uhr durchstarten. Wenn wir gewußt hätten welche Staus auf uns warteten, wären wir vielleicht auch schon eher losgefahren.

    Noch schnell von den anderen der Gruppe verabschiedet, kamen wir pünktlich um 09:00 Uhr los.
    Der Hinweg führte über die alte Brennerstraße, der Rückweg nach Bayern sollte übers Timmelsjoch führen.

    Die geplante Route:
    Hotel Mondschein – Bozen – Meran – Timmelsjoch – Sölden – Reutte - Fernpass – am Forggensee und Schloss Neuschwanstein vorbei – die B 17 Richtung Augsburg – und die B 300 Richtung Geisenfeld zum Stammtisch der Südbikers-Tourer

    In Meran wartete eine Überraschung der besonderen Art. Die Fahrt bis hierher war nicht besonders spannend. Die Überraschung dann in einem unterirdischen Kreisverkehr. Mein Navi sagte 2. Ausfahrt. Da war aber nix ausser ein grosses schwarzes Loch in der Erde. Also die nächste Ausfahrt raus. So weit so gut. Irgendwie fuhren wir auch auf der Route. Oder doch nicht? Stefan vermutete das die Route unter uns ist. Wie recht er haben sollte begriffen wir aber erst nach dem dritten Anlauf in den unterirdischen Kreisverkehr. Der Tunnel war zwar bereits in der Karte eingezeichnet, aber eben noch nicht fertig ………. Also, Navi ignoriert, einfach weiter gefahren bis die Route im Meraner Getümmel wieder auftauchte. Hatte uns mindestens ne halbe Stunde gekostet. Mindestens. :005:

    Schon bald tauchte bei bestem Wetter die Auffahrt zum Timmelsjoch vor uns auf. Es war voll. Richtig voll. Je höher und näher wir dem Timmelsjoch kamen immer schlimmer. Kurz vor der Passhöhe war dann sogar Stau. Stau aufm Timmelsjoch? Ich hab nicht schlecht gestaunt. ~25~ Und dann zeigte sich warum. Timmesljoch hatte Jubiläum. Ausgerechnet am 15.09.18 findet die 50 Jahre Timmeljochstraße Party statt. Hierzu hatten sich Autoclubs einen Teil der Straße reservieren lassen, Zelte aufgebaut,um da zu parken und sich selbst zu feiern. Na toll. ::BB:: Irgendwie haben wir uns durchgequetscht. Die Schimpfworte manchen Dosenkutschers hab ich ignoriert. ²²bkld²²

    Die nächste Katastrophe wartete. In der Timmelsjoch Jausenstation gab´s immer, ich schwöre immer, den leckersten Germknödel der Welt. Darauf hatte ich mich schon zu Hause gefreut. Als ich den bestellte, schaut die Bedienung mich an als käm ich vom Mond. „Was ist das?“ fragte sie. Hä??????? „Haben wir nicht“ Sonst bin ich ja nicht Maulfaul. Aber da war ich geschockt. ~25~ Und ausserdem war´s Samstag und nicht Sonntag. Sonntags´s wär die nach meiner Antwort bestimmt nach Sachsen ausgewandert
    „Boah is die doof“ und andere Nettigkeiten hab ich mir verkniffen, einen explodierten Pfannkuchen, also Kaiserschmarren, mit Preiselbeeren bestellt. Das kannte sie. Der kam dann auch an unseren Tisch. Mit Apfelmus, ey, die is doof. Wenigstens war´s lecker.
    Kurz vor der Mautstaion haben wir dann noch ein paar schöne Fotos geschossen. Und immer noch strömten die Massen Richtung Timmelsjoch. Nun aber uns entgegen. Wir wollten ja weg von dem Trubel.
    Es lief auf der weiteren Route auch ganz gut.
    In Reutte hatte ich eine Tankstelle ausgesucht um den Tank mit vermeintlich günstigem Sprit in A zu füllen. So günstig ist der aber nicht mehr. Aber die Tanke musste angefahren werden, weil Stefan mal wieder dieses Angstgefühl hatte liegenzubleiben. Die letzten km fuhr er auch sehr langsam, also Spritsparend. Komm Stefan, du schaffst das. Haben wir dann ja auch. :10124:
    Die Pause tat gut. Auch weil wir im der Tanke gegenüberliegenden Supermarkt in einer Cafeteria wirklich gutes Gebäck und leckeren Kaffee bekamen. Was für Stefans strapazierte Nerven.

    Die Tanks voll, Nikotin und Koffeinspiegel aufgefüllt machten wir uns auf den weiteren Weg. So langsam wurde es voll. Die Gegenrichtung als auch in unsere. Das schöne Wetter hatte sich verzogen. Dunkle Wolken nahmen zu, es sah sogar ein wenig nach Regen aus.
    Ab der Tanke fuhren vor uns 5 Holländer. Die hatten es drauf am Stau vorbei zu fahren. Alle Achtung. Also hinterher. Besonders der vorderste der Gruppe war beinhart. Danke nochmal an die Jungs und Mädels unbekannterweise. Hat echt Spass gemacht. :010:
    Auf der B17kam dann der Funkspruch von Stefan, wir müssen mal an der nächsten Möglichkeit anhalten.
    Oke …… :10101:
    Am nächsten Parkplatz dann die Überraschung. An Stefan´s Honda hatte ein Gabelsimmerung schlapp gemacht. Da kam ordentlich Öl aus der Gabel. Mehr als das herausgedrückte Öl abwischen konnten wir aber nicht.
    Die Sonne war wieder da, und so ging´s weiter Richtung Geisenfeld. Kurz durch Augsburg, auf die B 300 die sich sehr gut fahren ließ, zumal der Verkehr immer weniger wurde.

    Nach 425 km sind wir dann um 18:30 Uhr endlich in Geisenfeld angekommen. Sicherlich nicht mehr ganz frisch, aber glücklich. Jetzt begann der beste Teil des Tages. Stammtisch bei denSüdbikers-Tourern. Es war wie zu erwarten lustig, lecker einfach toll. italien-geisenfeld.de

    Sonntag 16.09.18

    Letzter Urlaubstag – letzter Reisetag. Gaby und Ralf wollten uns noch ein Stück begleiten. Wie beim letzten Besuch bis in die Reiterstadt Ellwangen in die Eisdiele. Weil das Wetter so prächtig war konnten wir draussen sitzen und geniessen. Einfach herrlich.
    Aaaaaaaaber, wir mussten ja noch etwas schaffen. Also machten wir uns auch auf den Weg.
    Der Rest des Tages ist schnell erzählt.
    Hauptsächlich über Landstraße Richtung Darmstadt, ab da leider BAB bis Hilden. Aber erst noch ein paar Stunden pures Motorradvergnügen.
    Der Verkehr im Odenwald hielt sich wider Erwarten in Grenzen. Trotz Sonntag und tollem Wetter. Ob die wohl alle am Timmelsjoch sind?
    Nein, die scheinen auf der A3 auf uns zu warten. Kaum ist der eine Stau überwunden, wartet schon der nächste. Alle Parkplätze voll. Aber auch das geht zu Ende.
    Kurz nach 19:00 Uhr roll ich dann vor meine Garage. 3.337 km war die Tour insgesamt. Jeder km hat sich gelohnt. Jede Minute ein positives Erlebnis. Und ich bin völlig Aggressionsfrei. Nicht weil ich geschafft bin von dem langen Tag, Motorrad fahren entspannt. Einfach toll.

    Resümee:
    Eine suuuuuupertolle Tour. :tolll: Mit suuuupertollen Leuten. :192:

    Danke Stefan für die Idee und Initiative. Danke für deine Tourbegleitung. :giveme5: Hat richtig Spass gemacht. Das war 3 mal besser als die Strecke mit Auto und Anhänger zu fahren. :thumbsup:

    Nochmal :166: an die Südbiker fürs Asyl. Durch Eure Gastfreundschaft lässt sich für uns Flachlandtiroler der Alpenraum bequem erreichen.

    :166: an Oli (ozboss) und Karl (sprint-rs) für die Tourenvorschläge. Hab ich prima nutzen können :thumbsup:

    Die Reisezeit:

    Im September sollte man die Gegend um die Sellagruppe meiden. Das hat sich mittlerweile zur Hauptreisezeit im Jahr entwickelt. Immer mehr gesellen sich zu den Bikern die Cabriofahrer. Eine echte Plage. :0hnmb:

    Das Hotel:

    Das Hotel Mondschein ist nach dem Umbau wirklich schön und modern geworden. Der Service immer noch super. Und mit dem Wellnessbereich noch komfortabler geworden. Das hierdurch aber immer mehr Cabriofahrer und Schickimicki, oder die sich dafür halten, angezogen wird, ist auf Dauer nicht zu ertragen. Wir wurden für eine Gruppe von diesen Bremsklötzen ins „Nebenhaus“ ausquartiert. Da wo wir früher unsere Motorräder abgestellt haben, stehen jetzt Faltdächer herum. Auf dem Parkplatz gegenüber und vor dem Hoteleingang herrscht nur noch Chaos. Der überdachte Bereich mit Motorradpflegeplatz zeigt das hier Biker willkommen sind, aber wie lange noch? :10101:

    Und aus diesen Gründen werde ich persönlich hier nicht mehr hinfahren oder empfehlen dort hinzufahren. Und da die Hotelgruppe „Kurven und Knödel“ wohl geschlossen diese Cabriowelt will und bewirbt, kommen die auch nicht mehr in die Auswahl. :gefan:

    Da die Auswahl an Hotels in Südtirol aber groß ist, will ich schnellstmöglich wieder hin. :doppelt: Etwas südlicher der Dolos, könnte dann auch noch für Anfang Oktober mit dem Wetter klappen :011:

    die Touren zum Download gibts HIER
    Dateien



    "Zum Glück muss ich mein Essen nicht jagen. Ich wüsste gar nicht wo Pizzen leben." :512:

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Kommentare 2

  • albe -

    Super Bericht Cappu! Schön daß du dich noch an die Mittagspause am Gampenpaß erinnerrt hast ;) Und n ne neue Kuh hast au - gefällt mir :)

  • Elli -

    WOW - Das ist ein supertoller Bericht! DANKE Gerd!