Pyrenäen. Von Kurven, Touren und Out takes

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  • Die Anreise

    haben Sefan und ich mit Auto und Hänger hinter uns gebracht. 2 Tage, recht gemütlich. Auch trotz Umleitung in Luxemburg, die eine nervige Überlandfahrt nach sich zog.
    Das Autonavi besitzt scheinbar alte Karten, also sind wir auf das Monterra umgeschwungen. Blöd ist, das der Fahrer (ich) offenkundig sich schon in einer Telefonzelle verlaufen hat,
    noch blöder das der Beifahrer diese nicht mal findet…. Thionville ist nicht wirklich sehenswert.

    Übernachtet haben wir in Issoire. Dort wurden alle (meine) Vorurteile bzgl. Französischem Preis- Leistungsverhältnis Vollends bestätigt.
    Das Ibis Budget Zimmer war … spartanisch. Also die Spartaner hätten es zerlegt. Für 49 EUR inkl., nennen wir es mal Frühstück…, ein Schnapper.
    Um das dolle Buffalo Grill nebenan könnten sich die Spartaner auch gleich kümmern.

    Essen und Trinken wie Gott in Frankreich. Kein Wunder das der schon so lange tot ist.

    Am nächsten Morgen ging es weiter nach Solsona. Unspektakulär. Kurzentschlossen sind wir früher von der Bahn ab und über Landstrassen in viva ES eingereist.
    Bei einem kurzen Stopp standen auf einmal die anderen hinter uns, die mit Mopped anreisten. Ein großes Hallo und Überraschung machten die Runde. Und die ersten
    Sprüche wer wohl früher an der Unterkunft ist. Na mal sehen. Soviel sei gesagt, ich hörte noch ein paar mal: „Du denkst noch an den Hänger, oder?“

    Tja, ERSTER! Wir wurden von Marta an der Unterkunft empfangen. SEHR nett und freundlich. Das Casa Coral sieht in Wirklichkeit noch besser aus als im Prospekt.
    Tolle Unterkunft. Gerne wieder. Dann aber mit Spartanern die sich um die Frösche kümmern. Die kleinen Terroristen machten ein schlafen ohne Ohrstöpsel fast unmöglich.
    Erkenntnis der Anreise: Zwei quatschende Navis mit unterschiedlichen Ansagen sind doof.

    Vor Ort. Casa Coral

    Wie erwähnt ist das Casa Coral eine absolute Empfehlung. Sehr gepflegte Anlage. Toller Pool der nach jeder Tour genutzt wurde. Temperaturen waren immer so gegen 26+ Grade.
    Das Gelände liegt irgendwo im Nirgendwo. Traumhaft. Ruhige Lage. Toll. Moppeds konnten wir sogar in einer offenen Scheune abstellen. Der mitgebuchte Gruppenraum ist mehr als
    Ausreichend ausgestattet um 20 Leute zu versorgen. Auch hier alles gepflegt. Ein Kühlschrank für Bier und einer für Essen sind auch vorhanden.

    Mittlerweise sind alle eingetroffen und das 2te große Hallo macht die Runde. Nach dem einsortieren haben wir gekocht und den Abend verquatscht bis der Arzt kommt.
    So lief das auch den Rest der Zeit. Wir waren nur 2 mal Essen und haben uns einmal liefern lassen. Pizza.

    In Solsona gibt es eine Pizzaria da Pippo. Eine klare Empfehlung! Die Leute sich richtig nett und die Pizzen sind lecker! Auf unseren Wunsch schleppte der alles an Scharfmachern an
    Was er hatte. Die waren schon ein wenig erstaunt wie viel wir davon gebraucht haben…. Das hatte dann zur Folge, als wir uns Pizzen liefern ließen, ein Fläschchen mit Chiliöl bekamen.
    Also, wer in Solsona ist, ab zum Pippo. Lohnt sich.

    Das 2te mal waren wir in der Altstadt Solsonas beim Spanier. Die Location ist ein Knaller. Das essen ist gut, aber nicht mehr. Den Rest der Zeit haben wir uns bekocht. Immer lecker.
    Den Grill vor Ort kann man frei nutzen, sogar mit dem Holz aus der Garage. Einfach gut! Fleisch, Fisch, Salate (um weiteres Fleisch anzulocken). Alles was das Herz begehrt.
    Es stehen Bank / Tisch Kombinationen im Garten. Die sind schnell zusammen gestellt. Somit stand dem Abendessen im Freien nichts im Wege.

    Wir haben als Männer natürlich auch das Spielzeug ausprobiert.

    Mopped auf Autofeder = Check!
    Trambulin mit 3 Leuten (Stefan, Oli und ich) = Check!
    Kinder Schaukel = Nee, lieber nicht.

    Erkenntnis beim Essen und Trinken: Alkohol macht alles egal.

    Die Gegend und die Touren.

    Landschaftlich ist die Gegend ein richtig schönes Fleckchen Erde. An den Felsen immer grüne Büsche, gelbe Kornfelder und diese Kurven. Diese Kurven.
    Wenn du als Motorradfahrer zwischendurch eine Gerade WÜNSCHT, also länger als max 100 Meter, bist du im Kurveneldorado! Unglaublich.

    Von der Unterkunft musstest du nicht weit fahren um die ersten Schräglagen zu fahren. Kombination aus Landschaft und Griffigkeit, Beschaffenheit der Straßen,
    liegt die Gegend für mich klar vor Sardinien, was bisher die Messlatte war. Selbst die Nationalstrassen mit langgezogenen Kurven sind unterhaltsam. Keine Langeweile.
    Eine Ausnahme gibt’s…. Eine der Nationalstrassen aus Solsona haben wir genutzt um zur Klostertour aufzubrechen. Den Teil kann man nicht schön reden. LANGWEILIG für 80km.
    Aber ich wollte Zeit haben um Fotos zu machen. Gerd, Stefan und ich haben die in einem abgerissen. Das ging schon. Als wir dann endlich nach einem Städtchen abbiegen durften,
    wurde es nur noch kurvig und schmaler. Und schmaler. Und kurviger. Ups… Ein bisschen Buckelpiste. Und ein wenig schmaler…

    Ok, nicht anhalten sonst erwischt dich entweder der Förster oder deine Mitfahrer. Vor einem „Bergdorf“ (3 Häuser) machte ich dann doch mal Halt.
    Während das Navi sagte es geht weiter war ich mir nicht soooo sicher. Aber alles wurde gut und von da ab: Genial. Nationalparks, tolle Felsformationen,
    KURVEN und wenig bis kein Verkehr. Unglaublich. So auch die Kloster Auffahrt zum Berg.

    Unglaublich schön und dann ernüchternd. Manche Sachen sind einfach gut Fotografiert. In Wirklichkeit aber enttäuschend und reiner Tourinepp.
    Wir dachten erst auf einer Ausstellung für Reisebusse zu sein. Die haben die Leute zu Hunderten dahin gekarrt. Das tolle Kloster was ich erwartet hatte,
    war mehr ein Dixi Häuschen was in den Berg geschlagen wurde…. Der Blick ins Tal war aber eine Wucht und die Rückfahrt wischte die Enttäuschung komplett weg.

    Stefan, Ralf (Sky), Ralf (XX) und ich sind zur Costa Dorada gefahren. Mit Übernachtung im Cambrills. Stefan kam auf die Idee und so arbeiteten wir die Tour /Idee aus.
    In der Ecke gibt es Naturparks die Wunderschön sind und absolut erfahrenswert. Mittleres bis kleineres Geläuf und das mit den Kurven brauche ich nicht mehr zu erwähnen, oder?
    Das Hotel in Cambrills war ein normaler Touribunker, ganz am Rand der Stadt, aber nur 150 Meter vom Strand. Preis Leitsung passten. Hotel ist in Ordnung.

    Wir hatten vorab 3 Hotels zur Auswahl. Ein bissel blöd ist es, zugegebener Maßen, wenn man das erste mit der Tour verknüpft, aber dann ein anderes bucht…
    Gut ist, das booking einem eine email schickt mit der Adresse des richtigen Hotels…. Waren im Ort nur gefühlte 38 Grad, da kann man schon mal ein Hotel suchen.

    Erkenntnis: Wer eine Tour kontrolliert, schwitzt weniger.

    Wie erwähnt war das Hotel am Stadtrand. Was suboptimal ist für Restaurantsuche. Im Hotel wollen wir nicht. Also auf zum Strand in eine Bodega. DAS WILLST DU NICHT.
    Aber einmal da, konnten Stefan und Ralf(XX) zumindest ihre Beine im Meer parken und das Beweisfoto machen. Ok, Ralf ging das Wasser ein wenig weiter,
    aber Stefan ist ja auch größer…. HEHEHEHE. Kurze Beine, nasse … Lassen wir das.

    Wir haben dann doch ein kleines Restaurant gefunden. Nicht am Strand aber Urig. Das machte den Abend rund.
    Am nächsten Tag ging es wieder Richtung Solsona. Ich dachte eigentlich die Tour ist eher langweilig, aber die war richtig gut zu fahren. Somit kamen wir entspannt in Lladurs an.
    Samstag nahm ich mir eine Auszeit vom fahren. Entspannen war angesagt. Die Sonne stach ganz schön an dem Tag, was einem Kellerkind nicht so gelegen kommt.
    Also hab ich ein wenig gewaschen, Geschirr gespühlt und sauber gemacht. Was ein Mann eben so macht. Dann entspannt in die Sonne gesetzt.

    Erkenntnis: Sonne macht Kellerkind zur Rothaut.

    Die verbleibenden Tagestouren sind wir zum größten Teil gemeinsam gefahren. Oli hatte wieder schicke Ecken zur Tour verbunden und fuhr die mit der Meute ab.
    Ja, das war´s eigentlich, wäre da nicht….

    3ter Platz: Kinni
    Auf der Kloster Tour bin ich in einem Kreisel eine zu spät raus. Kurze geistige Umnachtung. Das wäre jetzt gar nicht so blöd, aber ich wollte nicht drehen. Also rein ins Wohngebiet.
    Navi zeigt ja an das es parallel läuft. Blöd, das die Strasse eine Einbahnstrasse war. Noch blöder ist es wenn man im Wohngebiet den Zoom bei 300 Meter hat….
    Also hab ich uns ein wenig kurven lassen um mich bei der Ausfahrt gleich noch einmal zu verfahren.
    Erkenntnis: Manchmal ist weniger mehr.

    2ter Platz geht an: RalfXX.
    Nach einem Tankstopp hat er seine R1200RT (auch Küche, Diele, Bad genannt) ein wenig zurück rollen lassen, aber mit ausgeklapptem Seitenständer.
    Also kam über Funk: „Ich brauch mal Hilfe. Bekomme den Ständer nicht rein!“ Ich behaupte JEDER von uns hatte eine völlig andere Idee von dem was da vor sich ging….
    Ralf kam mit seinen, Zitat Gaby: Dackelhacksen nicht mehr an den Seitenständer, da die Maschine zu aufrecht stand, und er mit dem anderen Bein das Gleichgewicht halten musste.
    Ich stieg also mit einem breiten Grinsen ab, nachdem ich mir sicher war das es keine Verarsche ist, und kickte ihm den Ständer weg. Im gleichen Moment hätte ich mich Ohrfeigen können!!
    DU VERDAMMTER VOLLIDIOT!! Das war die Nummer des Urlaubs und ich Arsch vergesse die Kamera am Mopped. UNVERZEIHLICH! Das wäre die Show gewesen!!!
    Erkenntnis: Hast du was dickes zwischen den Beinen, sollten diese auch lang genug sein.

    1ster Platz: Sky Ralf und Stefan.
    Wieder nach einem Tankstopp auf einer Tour.

    Eine Strasse.
    Also zwei Richtungen.
    Aus einer kamen wir logischer Weise!

    Nach dem tanken wollten wir in einer kleinen Bar halt machen. 200-300 Meter. Von 11 Leuten haben das auch 9 geschafft.
    Also aus der Tanke raus und links. Denn von rechts kamen wir ja.

    Diese 9 sitzen in der Bar. Da fällt Oli und mir auf, da fehlen doch 2?!? Wo sind Ralf und Stefan??

    Chris sagte, das er, Kevin und Simone die letzten an der Tanke waren. Ralf und Stefan waren schon wech. Ja ne, is klar. Weder Oli noch ich glaubten das
    und dachten der verarscht uns. Aber nein, Chris blieb dabei. Ich schaute Oli ungläubig an mit der Frage: „Die können doch UNMÖGLICH in die andere Richtung gefahren sein!?“
    Doch da kamen die 2 auf einmal. UND JAAAA! Die sind ca 2-3 KILOMETER in die falsche Richtung gefahren. Aus der, aus der wir kamen. Ralf fuhr vor, und Stafan als Besenwagen pflichtbewusst hinterher.

    Damit waren Stan Laurel und Oliver Hardy die ungekrönten Gewinner des Urlaubs in den Pyrenäen.

    Erkenntnis: Ähm....


    Viedeo:
    Bilder: ralf-kinnigkeit.magix.net/alle-alben/!/oa/7353991/

    Das Runde muss ins Eckige. Mit anderen Worten, ich geh ins Bett. Gute Nacht. :019:
    :195: kinnigkeit.com

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Kommentare 3

  • Kinni -

    Naja, Platz 2 und 1 sind austauschbar. :)

  • Schwertransport -

    Toller Bericht, nur die Reihenfolge der Top 3 ist falsch!!!

  • ozboss -

    schöner Bericht - und es sei allen gesagt es stimmt zu 100% was da zu lesen steht