WbT West Coast USA 2015 - Meine Traumreise - Die Vorbereitung

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  • TOURDATEN: 09.05.-30.05.2015


    Es gibt viele Reiseberichte für Touren in den USA. Einige sind tollgeschrieben. Meistens enthalten sie aber wenig Fakten zur Planung. Bei 5 Berichten hattest du 4 verschiedene Meinungen. Gerade was Distanzen einer Tour angeht. Jeder tickt anders. Ein paar nützliche Tipps waren auf jeden Fall dabei. Bei manchen glaubte ich allerdings, sie bereiten sich eher auf den Einmarsch in ein Dritte Welt Land vor.

    Also hier ein weiterer Bericht von Leuten, die nicht zu den Iron Asses gehören aber auch nicht zum Cafe und Eisdielen Fahrer. Einfach ganz normale Leute. Normale Motorrad Fahrer/innen.

    Vor der Tour:
    Wie üblich, entsteht ein Plan aus einer blöden Idee gefolgt von: „Na dann mach doch mal“.

    In Europa reizte mich kein Ziel. Keine Ahnung warum, denn es gibt noch SEHR viel zu sehen. Früher hast du mit einem Pfeil auf die Landkartegeworfen, heute machst du MAPS auf und zoomst bis du nur noch Kontinente / Länder auf dem Monitor siehst. Wer dann noch einen Pfeil benutzt hat zu viel Geld....

    Die Idee zu der Tour ist nicht gerade neu oder einzigartig. Den Traum davon gab es schon lange, aber es wurde nie konkret. Seit ich Mopped fahre steht für mich fest, einmal mit der Harley die USA zu durchqueren. Warum? Kann ich gar nicht so genau sagen. Ok, eine Harley ist es nicht geworden und einmal von Ost nach West auch nicht. Aber dazu später mehr.

    Sporadisch schaute ich mir mittels MAPS die ersten Ideen an und im Google ein paar Preise. Vergiss es! Zu teuer. So fiel das immer wieder hinten über. Ich war mir nicht so sicher ob und wie ich das angehen soll. Ein Gefühl was mich noch länger begleiten würde, wie ich im Nachhinein sagen kann.

    Touren hatten wir ja schon einige. Auch sehr umfangreiche und immer sehr gut organisiert. Aber nie so teuer. Ich war im Durschnitt bei ca. 6.000 EUR. Zwar all inclusive, aber das Geld muss erst mal da sein.

    Plan A: Von Ost nach West. Start in NYC und Ende in SF oder LA. 2-3 Wochen, je nach Streckenführung.
    Plan B: LA nach SF als Einwegmiete. Natürlich mit Grand Canyon, Rocky Mountains etc… Große Runde.
    Plan C: Eine geführte Mopped Tour.

    Planlos kam für mich nicht in Frage. Einfach ein Motorrad mieten und mal sehen wo ich abends bin. Dafür ist der Spaß einfach zu teuer. Mag sein das es für manche schon zu viel Planung ist. Mir ist es so lieber.

    Also überlegen: Was kenne ich? Was will ich sehen. Davon eine Listeerstellen und die Punkte in Base Camp übertragen und verbinden. Siehe da, alles im Westen. Kalifornien, Arizona, Utah und Nevada.

    Für mich war klar, eine geführte Tour kommt nicht in Frage. Du bist weniger Tage unterwegs, für fast das gleiche Geld. Und irgendwas fehlte immer bei den Angeboten, was ich aber gerne gesehen hätte. Bisher sind meine Erfahrungen nicht schlecht was geführte Touren betrifft, aber ich hab ja Zeit. Für das Projekt kann man erst mal googeln. Was haben andere so gemacht? Ich muss ja nicht alles neu erfinden. Nur auf mich zuschneiden.

    Typischer Fehler: Du versuchst so viel nur irgend möglich in 3 Wochen zu packen. Das führt dann zu sehr großen Tagesetappen, an denen du keine Zeit hast dich auch einfach mal hin zu setzten und alles auf dich wirken zu lassen.

    Nachdem ich mich hier komplett verstrickt hatte, feuerte ich alles in die Ecke und lies es liegen. Vom Prinzip her stand die Tour, war aber auch über 7000 KM lang. Zu viel.

    Später nahm ich das wieder auf und fing an zu reduzieren. Der Rocky Mountain National Park und Yellow Stone Nat. Park fielen aus. Einfach nicht in Reichweite. Dazu kamen noch folgende Punkte:

    - Einwegmiete ist merklich teurer als gleicher Start und Endpunkt. Und noch der Gabelflug.
    - Wir sind mittlerweile 6 Leute. Wovon ich anfangs gar nicht ausging.
    - Bin ich bekloppt? Das soll nach wie vor Urlaub sein. Ein Erlebnis, kein Stress.

    Wie beschrieben ist die Einwegmiete recht teuer. Also entschied ich mich Start und Ende auf Los Angeles zu legen. Der Verleiher, auf den die Wahl fiel, sitzt in LA. Dafür musste ich dann die Tour auch noch einmal umstricken. Und es sollte nicht das letzte mal gewesen sein…..

    Mittlerweile stand fest das Oli (ozboss) und Sabine (Sawi) mitkommen. Ich präsentierte den 2en was ich mir so vorstellen würde: Rundtour West Coast mit „Zeit zum genießen“. Mutig, denn ob das alles so klappt weis ich ja gar nicht. Elli und Wolly entschieden sich mitzukommen und Klaus (KDM) komplettierte die Runde kurzer Hand. Mit 6 Leuten soll es los gehen.

    Es dauerte noch eine Weile bis die endgültige Rundtour stand. Es ergaben sich durch Recherchen immer andere Ziele. Diese wollten dann „nur noch“ als Tour verbunden werden. Irgendwann war ich dann auch soweit und die Tour stand fest.

    20 Tage USA (+ An und Abreise), 19 Tage Motorrad Miete, 15 Fahr Tage, ca. 5.500 km, alle 5 Tage einen Ruhetag, bzw. 2 in San Francisco. An Ruhetagen sind Ausflüge geplant. Die Tagesetappen sollten so geplant sein, das du nicht hetzen musst, aber auch nicht gedankenlos Zeit vertrödeln kannst. Die Mischung muss stimmen.

    Eckdaten bei der Planung mit Base camp:
    - Fahrzeit liegt durchschnittlich bei 5 - 5,5 Stunden (+ Pausen/Stopps) am Tag.
    Kürzere Fahrzeiten = weniger sehen. Das wollte ich auch nicht.

    - V-Max mit 85 km/h (55 Meilen = 88km/h). Wissend das es mal schneller, mal langsamer geht.
    Die normalen Geschwindigkeitsbegrenzungen sind in der Karte hinterlegt, somit ist nur die Höchstgeschwindigkeit reduziert.

    - Die Startzeit legte ich auf 9:30 Uhr in der Regel. Theoretische Ankunft 14:30 – 15:30 Uhr.
    Wie beschrieben zzgl. der Pausen. Also + 2 - 3 Stunden.

    Bei langen Etappen sollte es auch mal früher los gehen. Alles nur als Planungshilfe gedacht. Wann und wie wir am Ende los kommen, sehen wir dann.

    Bei Treffen besprachen wir die wichtigsten Punkte. So entschieden wir uns für den Verleiher USA on Wheels in LA. Unterschied zu Eagle Rider waren 1.000 EUR. Nachteil er sitzt nur in LA. Eagle Rider findest du oft in großen Städten.

    Als Mehrheitsbeschluss wurden alle Motels/Hotels vorgebucht. War mir ganz lieb, da ich nicht weiß wie lang unsere Tagesetappen tatsächlich sein werden. Und so haben wir da keinen Stress mehr. Es wird auch oft dazu geraten. Motels gibt´s wie Sand am Meer, gute und schlechte... Abends musst du nehmen was da ist. Egal was. Da das mein Traumurlaub sein soll, wollte ich nicht in die letzen Buden. Einfach – Mittelklasse sollte es sein, nicht unterste Schiene bis Einfach...

    Zum Glück waren wir bei unseren Vorstellungen alle recht gleich gestrickt oder fanden einen Kompromiss.

    Zwischendurch wollten wir uns auch etwas besonderes gönnen. So sind wir an den Rundflug Las Vegas Grand Canyon Skywalk gekommen. Nach ein bisschen googeln fanden wir die Unterkunft im Monument Valley und die Sunset Tour durch das Tal. Einige Leckerbissen, wie wir hoffen.

    Na mal sehen.


    Ich sehe dumme Menschen ²²bkld²² :195: kinnigkeit.com

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