Korsika 2015

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  • Mit Südbikers-Tourer.de nach Korsika und Sardinien

    Teil 1: Korsika

    Die Idee zu dieser Tour war schon im letzten Urlaub in Schottland geboren. Als Gaby mir das vorschlug musste ich nicht überlegen, da wollte ich natürlich mit.


    Also hatten wir ein Jahr Zeit für die Organisation.

    Die Teilnehmer fanden sich schnell, die Ziele und Unterkünfte auch.


    Und am 06.05.15 um 09:00 war es dann endlich so weit. Stefan und ich machen uns auf den Weg nach Neuburg a. d. Donau.
    Die meisten Tourteilnehmer starten von hier, und Gaby hatte uns Asyl angeboten.


    Wie immer hab ich viel zuviel Gepäck und doch bestimmt wieder das wichtigste vergessen.
    Egal, die Sonne meint es gut mit uns und die Motorräder rollen.
    Bis kurz vor Miltenberg hatten wir zwar mal wieder Autobahn und Schnellstraße zu bewältigen, aber ab da gehts über schöne Landstrassen weiter.
    Nach 520 km erreichten wir dann planmässig um halb sechs Neuburg.







    Abends trafen sich dann einige Tourteilnehmer in einer Gaststätte im Zentrum von Neuburg.
    Ich hatte mir für den Abend lecker bayrisch essen mit Knödeln gewünscht.


    hmmmmmmh, lecker ......




    Am nächsten morgen ging dann die Tour Richtung Reutte i. T. und weiter übers Engadin nach Chiavenna zum Hotel Aurora. Ein Hotel optimal für die Zwischenstation auf grosser Tour. Zivile Preise, sauber, ein abschliessbarer Parkplatz mit grossem Car-Port für unsere Motorräder.
    Es wurde wie nicht anders zu erwarten ein lustiger Abend.

    Nach dem Frühstück wartete dann wieder die Strasse auf uns. 385 km nach Savona zum Fährhafen. Während der erste Teil der Tour noch schön zu fahren war, vom Stau am Comer See mal abgesehen, musste dann die Po-Ebene durchfahren werden. Hier lohnt sich nur das über die Autobahn zu machen. Aber auch das war schnell abgehakt.

    Hinter Acqui Terme dann ein unerwarteter Zwischenfall. Mitten in der Pampa taucht links "Lidl" auf. Da können wir natürlich nicht einfach dran vorbei fahren. Also drehen und nix wie hin.
    Zugegeben, um unseren Reiseproviant aufzufüllen kam er gerade recht.

    Ausserdem braute sich in unserer Fahrtrichtung ein Sauwetter zusammen, so das noch schnell die Regensachen übergezogen werden konnten.
    Die Weiterfahrt durch die ligurischen Berge wurde dann leider nass.



    Warten auf die Fähre, hier trafen wir dann auch die mit Auto und Anhänger angereist waren



    Die Überfahrt nach Bastia war unspektakulär.
    In der Spaghetteria traf sich die Reisegruppe noch zum "Schwätzchen", Stefan gönnte sich ein 0,33er Bier für 7 €uro, dann gings auch recht schnell in die Kojen. Morgens um halb fünf war wecken, was prima nicht funktionierte. Gut das Stefan um 5 Albe und mich weckte.



    Nachdem wir uns im Hafen von Bastia alle versammelt hatten, fuhr die Karawane von 10 Motorrädern und drei Autos zum Frühstück nach Borgo zur Boulangerie - Patisserie Banette
    Die haben bereits um 05:30 Uhr geöffnet. Ein super Tipp den Rita im Internet gefunden hatte.
    Gleicheitig konnten wir dann auch alle gemeinsam dem Klaus zum Geburtstag gratulieren. Hochleben lassen war dann abends mit Sekt.




    Frisch gestärkt zieht die Karawane dann weiter zur Unterkunft RESIDENCE DE TOURISME MARE E SOLE bei Folelli
    Eigentlich hatten wir noch nicht damit gerechnet morgens die Häuser zu beziehen und wollten nur unser Gepäck abstellen, die Motorräder entladen und dann noch eine Tour fahren. Aber wir hatten Glück sofort einziehen zu können.

    Anschliessend konnten wir dann endlich das machen weswegen wir hier waren. Auf Tour gehen. Gaby hatte eine kleine 160 km Castagniccia Tour zur Einführung geplant. Das Wetter war ideal. Sonnig bei 24°

    Meine Erinnerung an die letzte Korsikatour 2009 waren keine guten. Schlechte Straßen, eng, vielfach sandig und viel Vieh das hier nicht nur auf den Weiden zu finden ist.
    Und so kam es dann auch.
    Aus den geplanten 160 km wurden 120 km, nicht nur wegen der schlechten Strassen, wir waren alle schon sehr früh morgens unterwegs und einkaufen fürs Abendessen mussten wir auch noch.

    Und so geht der erste Korsikatag gemütlich und zufrieden auf der Veranda zu Ende.


    Sonntag 10.05.15

    Um halb zehn machte sich eine kleine Gruppe mit Tourguido Albe auf eine 312 km Tour zum Westen der Insel.

    Zuerst hatten wir mal eine Strecke breite Straßen die Gaby schon dazu brachten zu sagen: "Mir wird langweilig". Kaum gesagt bogen wir auch schon ab in die kurvigen Gegenden. Genauer gesagt in ein Tal.
    Dieses Tal wird von einem Fluss und parallel dazu einer schmalen und sehr kurvigen Straße durchzogen. Man kann noch sehen wie der Fluss einst diese Furche ins Land gefräst hat. Natur pur. Das Tal ist die Santa Regina Schlucht und der Fluss heisst Golo.



    Mittags gönnten wir uns dann an der Westseite in Porto in einer Bar am Meer einen Milchkaffee, auch wenn ich Cappuccino bestellt hatte, gibts aber wohl nicht.




    Frisch und ausgeruht gings noch eine Weile südwestlich am Meer entlang um dann links wieder in die korsischen Berge zu fahren. Grobe Richtung Vivario.
    Und hier passierte es dann.
    Zuerst war da die Ampel die ich nicht bei grün schaffte. Meine Mitfahrer waren also auf und davon.
    Ampel grün, weiter gehts. Nichts besonderes, ausser das der Fahrbahnbelag neu war. Oh, hier wurde mal ein wenig repariert.
    Kehre. Immer noch neuer Belag und bergauf war die nächste Kehre schon sichtbar.
    Sollte etwa hier ...... Nein bestimmt wartet hinter der nächsten Kehre schon die nächste Buckelpiste
    Rum um die Kehre........
    ...... der gleiche neue Belag ........
    na dann.......... runterschalten und Gas geben.
    Und damit war die Jagd eröffnet. Die Jagd nach der nächsten Kurve, Kehren und wieder Kurven. Kein Auto unterwegs.
    Die Passhöhe ist fliegend erreicht und runter gehts im gleichen Tempo......... Bikerherz was willst du mehr.
    Auf halber Passhöhe warten auf einem Platz schon die anderen.
    Wie geil war das denn?
    Und weil keiner von uns wusste wie der Pass heisst, hab ich ihn einfach Col de Geil getauft. So hab ich ihn dann auch ins Navi eingetragen. Weil er einfach nur geil zu fahren ist.
    Genauere Recherchen ergaben dann das es sich hierbei um den Col de Sorba (1311 m) handelt, der von Vivario nach Ghisoni führt.
    Nach diesem Highlight konnten wir uns wieder Richtung Korte auf den Weg zur Ostküste und unserem Quartier machen.

    Fazit des Tages: Ein sehr guter Motorradtag, bei 24° und Sonne und dem Col de Geil. ;-)
    Je mehr wir unsere Region verliessen, desto besser wurden auch die Strassen. Korsika kann also auch anders. Bravo

    Der Bonus des Tages: Leckeres vom Grill mit bayrischen Salaten. Kerl, kann Leben schön sein. :-)


    Montag 11.05.15 Tour Cap Corse 278 km

    Da ich mich mit dieser Tour bereits intensiv zu Hause beschäftigt hatte freute ich mich auch darauf.
    Gaby hatte sie zwar nochmals geändert um nicht durch Bastia fahren zu müssen und hier noch ein paar km mehr geplant, aber wir waren ja zum Fahren hier. Leider auch zum Verfahren. Dazu später mehr.
    Zuerst führte unsere Route mal wieder über die Buckelpisten unserer Gegend. Grobe Richtung Bastia, aber neben der grossen Hauptstrasse.
    Mit zunehmdener Strecke wurden auch die Straßen weitläufiger und liessen sich schneller fahren. Und die Ausblicke auf tolle Landschaften wurden immer besser.



    Bei Bastia kam es dann wie es eigentlich nicht kommen sollte. Hier kreuzte sich im Navi die Route. Und anstatt weiter Richtung Cap Corse zu routen, führte es uns wieder Richtung Unterkunft und mitten nach Bastia hinein. Das wollten wir ja eigentlich vermieden haben. Gaby rettete dann die Situation und führte uns durch Bastia wieder auf die richtige Route. Danke Gaby. So ist das wenn ein Routinglegasteniker vorwegfährt. ;-)
    Also nichts wie raus aus Bastia auf die Küstenstrasse. Schöne Straßen um die einzelnen Buchten, herrliche Aussichten auf das traumhaft blaue Meer und ........
    Touristen in Autos. Nichts gegen einzuwenden. Eigentlich. Pappa fährt, Mamma sitzt daneben. Papa zeigt Mamma die Schönheiten, Mamma will fotografieren. Papa will aber nicht anhalten. Also langsam mitten auf der Straße fahren, Mamma macht das Fenster auf, schiebt die Gichtkralle bewaffnet mit der Aldiknipse raus und knipst. Und knipst und knipst. Und weil Papa zu schnell fährt kann Mamma nicht richtig knipsen. Papa stört die wilde Horde im Nacken nicht, weil wenn Mamma sauer ist, ist das gefährlicher, also eiert er noch langsamer durch die schöne Gegend.
    Endlich kommt sie die Möglichkeit zum Überholen. Runterschalten geht nich mehr, zockeln ja schon im ersten, aber Hahn aufreissen das die Kuh brüllt und mit einem netten Gruss die Tourischleuder endlich hinter sich lassen.




    Erst mal Pause.

    Nach der Pause gehts dann gegen den Uhrzeigersinn ums Cap Corse. Schöne Aussichten garantiert. Traumhaft was Korsika hier zu bieten hat. Leider aber auch wieder die grottenschlechten Straßen. Besonders die Westseite der Landzunge ist erbärmlich. Hier hilft nur Gas und weg. Lieber über die Löcher drüberfliegen als jedes einzelne zu kennen.
    Kurz vor St. Florent biegen dann wieder ab ins Landesinnere Richtung Bastia um dann die N 193 / N 198 fürs schnelle Heimkommen zu nutzen.
    Alles in allem ein schöner Motorradtag. Auch wenn ich vom Cap Corse nicht so begeistert bin.

    Dienstag 12.05.15

    Die Runde nach Ajaccio zum roten Felsen 338km

    Da wir nun wussten das die Straßen im Westen besser sind und wenn man die kleinen Straßen auslässt mehr km pro Stunde schaffen kann, machten wir (10 Motorräder) uns morgens kurz nach 9 auf die grosse Runde.
    Morosaglia - Corte - Bastelica - Cauro - Ajaccio - Coggia - Vigo - Calacuccia - die Santa Regina Schlucht, diesmal anders herum - Ponte Leccia - Borgo - und wieder zur Unterkunft

    Das Wetter spielte mit, erstmals stieg das Themometer über 30°. Höchster Punkt 1467 Meter.
    Den versprochenen roten Felsen bekamen wir zwar nicht zu sehen, aber wir waren ja auch nicht nur deswegen unterwegs. Ein gelungener Motorradtag der mit leckeren Spaghetti und Salat und Goasmoss ein würdiges Ende nahm.

    Mittwoch 13.05.15

    Heute gehts erst einmal ganz ruhig, bis auf einmal dann doch um 10:00 Uhr losgefahren werden soll.
    Ziel: Asco Tal

    Anfangs ist das Ascotal noch breit, führt dann durch eine enge Schlucht und steigt danach stetig an, ehe es in einem engen Bergkessel, umsäumt von Zweitausendern, endet. Das Ascotal ist bei Wanderern sehr beliebt. Kletterer finden einen schönen Klettersteig, für Familien gibt es einen Abenteuerpark, eine empfehlenswerte Wanderung ins Tassineta-Tal und mehrere wunderschöne Badestellen, beispielsweise bei der bekannten genuesischen Brücke von Asco.
    Und den schlechtesten Kaffee von Korsika. Bah Pfui.

    Aber von vorne.

    Auf schnellen Wegen führt Klaus uns hin.
    Am Taleingang angekommen kommen mir Zweifel. Das is doch ..........
    hier waren wir doch schon ........
    Klaus schwört hier waren wir noch nicht.
    Also erstmal reinfahren. Nach ein paar hundert Metern wirds klar, das ist neu für uns.
    Der Taleinstieg scheint wie eine Kopie von der St Regina Schlucht. Die Brücke, der Fluss, die Art der Landschaft, die Strasse, alles gleich. Aber eben nur ein paar hundert Meter.
    Wieder sind wir verzaubert von der Natur. Da Zeit mal keine Rolle spielt, bleibt viel Zeit die Gegend zu geniessen und zu fotografieren.

    Am Berg gibts dann ein kleines Hotel mit Gasstätte und Biergarten. Sieht einladend aus. Also Kaffeepause. Boah war der ekelig.
    Und während ich die Brühe runterwürge und beinahe wieder rauf, fahren einige Motorräder an uns vorbei den Berg herauf. Aber wohin?
    Schüchtern wie ich bin, halte ich einen BMW Fahrer an und frag wohin es da geht.
    Huch, ein Franzose auf einer BMW der nicht deutsch spricht?!
    Aber Englisch kann er. "There is a Skistation". "Thanks"
    Da fahren wir auch mal hin.
    Je höher man kommt, desto mehr hats den Eindruck man wär in Südtirol. Berge mit Schnee, ein Fluss mit Schmelzwasser, und dann die Skistation. Irre.
    Da es dort oben aber nicht zum Verweilen einlädt, drehen wir schnell und fahren talwärts zur genuesischen Brücke.
    Also wieder Fotos. Chris badet kurz im "warmen" Schmelzwasserfluss, Klaus macht sich auf die Pirsch nach Ascotalbadenixen, Stefan findet diese Nixe, und ich such den wenigen Schatten und geniesse meinen Urlaub.

    Der Rückweg verspricht eigentlich nichts besonderes. Eigentlich.
    Am Taleingang noch schnell ein Foto. Dann gehts Richtung Ponte Leccia. die N 193 kennen wir ja schon, und eigentlich hab ich auch keine Lust auf was anderes. Dieses "runlutschern" den ganzen Tag macht fast müder als eine ordentliche Tour.Bei Ponte Leccia noch kurz tanken und Klaus gibt die Route nach Hause ein mit der Option: "Kurvenreiche Strecke". Sein BMW Navigator kann das.
    Das heisst zu Hause, Spass garantiert. Auf Korsika heisst das, runter von den engen Buckelpisten, rein in die Gassen der kleinsten Dörfer.
    Und wie klein.
    Nicht sofort. Nein. Hinterlistig lockt der Abzweig bei Ponte Leccia in Richtung Castagniccia mit einer feinen schmalen Rennstrecke. Abwechslungreiches Kurvengeschlängel mit gutem Asphalt und wenig Verkehr.
    Je näher wir der Unterkunft kommen, desto übler und schmaler werden die Gassen. Irgendwie stehen wir dann auf einem Platz aus dem es nur zwei Ausgänge gibt. Der Weg den wir gekommen sind, oder ein steiler schmale holpriger Weg der nicht einsehbar ist und wir nicht wissen wo er endet.
    Klaus fährt vor, kommt nicht wieder ............ Heisst für Chris hinterher. Weg sind sie...........
    Stefan steht schimpfend vor dem Weg. Verstanden hab ich ihn nicht. Klang aber nicht freundlich. Ein vom Motorengedonner herbeigekommener Opa steht am Rand und winkt Stefan und mir zu und winkt uns die Gasse herunter.
    Also Augen auf und durch. Boah is das steil und buckelig .......... Am Ende gehts rechts rauf oder links runter, gerade aus den Abhang hinunter ins nirgendwo. Rollen lassen, nur hinten bremsen und unten links abbiegen. Da stehen Klaus und Chris schon. Ah, sie leben und sind nicht verschluckt worden vom Ende der Welt. Puh. Glück gehabt. Kurz hinter mir kommt auch schon Stefan. Nichts wie weg hier.
    Irgendwie findet sich dann auch wieder die D 506 die uns nach Folleli und zu unserer Unterkunft führt.
    Alles in allem ein sehr schöner Ausflug. Danke Jungs.


    Nebenbei aufgefallen: Tierische Siesta





    Donnerstag 14.05.2015

    Wir machen uns mit 10 Motorrädern auf ins Restonicatal.
    Die guten Wandertipps von ein paar Leuten zu Hause ignorieren wir aber völlig.
    Gaby hatte am Vortag eine Tour ausgearbeitet und führte uns hin.




    Ein wenig Wissenswertes:
    Das wildromantische Restonicatal gehört zu den Highlights Korsikas.
    Einerseits lockt der schöne Wald und andererseits die glasklare Restonica, die an mehreren Stellen schöne Badegumpen bildet. Im Sommer ist hier enorm viel los, starten doch von der Bergerie de Grottelle (auch Grotelle) aus die äusserst beliebte Wanderung zum Melo- und Capitellosee.



    Die schmale und sehr kurvenreiche Strasse führt von Corte aus das Tal hoch und endet auf einem Parkplatz bei der Bergerie de Grottelle auf 1370 m. Im Restonicatal kommen auch Kletterer auf ihre KostenDa ich 2009 schon dort war, hielt sich bei mir die Begeisterung in Grenzen. Es ist aber wirklich beeindruckend und sollte von jedem der auf Korsika ist besucht werden. Wandern und klettern ist wirklich freiwillig und muss nicht. Ich schwör.





    Der Rückweg ist auch unspektakulär. Einzigstes Highlight: Gaby fand La Porta wieder. Und damit die Bar in der wir den leckeren Kaffee bekommen und ihn auf der Terasse geniessen können.


    Ein schöner Abschluss dieser 200 km Runde.



    Freitag 15.05.2015

    Letzter Tag auf Korsika. Eigentlich wollte ich einen Tag Pause machen. Andererseits lud das Wetter zum Fahren ein. Gaby hatte noch eine Tour nach St. Florent. 215 km Runde. Da hatte ich Lust drauf.
    "Nimmst du mich mit?" "Klar" Auf gehts.
    Das das für mich einer der schönsten Tage auf Korsika werden sollte, konnte ich ja nicht ahnen.



    Die Tour in Worten: Folelli - Castellare Di Casinca - Morosaglia - Castello Di Rostino - Lento - Rutali - Sorio - Santo Pietro Di Tenda - St. Florent - Oletta - N 193 - Borgo - Vignale - Volpajola - Barchetta - Torra - Vescovato - Quericiolo - Folelli



    Als wenn Korsika sich von seiner besten Seite zeigen wollte präsentierte es uns bis auf eine kleine Ausnahme (eine Passtrasse der man den Winter noch ansah) die kleinen Straßen mit gutem Pflaster, Sonne , blauer Himmel. 18° - 24° . Und je näher wir St. Florent kamen wurde es immer schöner.



    Nach St. Florent sind wir mal kurz reingefahren. Ein schönes Hafenstädtchen. Mehr als die eine Promenade wollten wir aber nicht sehen. Pausen hatten wir vorher schon, also weiter.

    Wir sind in der Woche schon mehrfach von Bastia die N 193 / N 198 gefahren, ohne zu ahnen das nebenher die D 15 ab Borgo eine schöne Strecke mit schönen Aussichten bietet.

    In Venzolasca gönnen wir uns dann zum Abschluss der Tour noch einen Kaffee. Lecker ist anders, aber der gemütliche Marktplatz tröstet darüber hinweg.
    Die letzten km sind dann schnell gefahren. Noch eben in Folelli volltanken für die morgige Anreise nach Sardinien.
    Ein herrlicher Motorradtag. Bikerherz was willst du mehr. Danke Gaby für diese wunderschöne Tour.

    Den Abend nehmen sich die Köche frei denn wir gehen auswärts essen. In eine Pizzeria. Na da bin ich mal gespannt.
    Franzosen und Pizza. Ich weiss nicht. Die letzte Pizza auf Korsika rufen schlimme Erinnerungen hervor.
    Und wieder will Korsika ganz offensichtlich Werbung für sich machen. Es hat allen super geschmeckt. Zu zivilen Preisen.
    Und was mach ich nun mit meinen Vorurteilen??

    Der letzte Abend bricht an. Zeit Resümee zu ziehen.
    Es war eine tolle Woche. Mit vielen Hightlights. Und wenn man die kleinen Strassen der Castagniccia mit seinen Löchern und Sand meidet kann man auch wunderbar Motorrad fahren.
    Die Gemeinschaft war echt toll. Ausfälle gabs keine. Die Unterkunft Spitze. Ein perfekter Urlaub Teil 1 .





    Ich könnte mir sogar vorstellen Korsika nochmal zu besuchen. Vielleicht mal die Westseite ausprobieren. Natürlich mit Motorrad und nicht zum wandern. Versprochen. ;-)




    Die Informationen wurden zusammengetragen und aufgeschrieben von User Cappu. Die Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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    Teil 2 Sardinien


    Schokolade löst keine Probleme, aber tut ein Apfel ja auch nicht :lula3:

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