Rumänientour 2013

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  • Rumänientour 2013



    09.05. – 24.05.2013


    2013 sollte es mal nach Rumänien gehen. Warum dorthin? Ganz einfach – einfach mal dort fahren wo es noch unbekannt ist. Durch Berichte von Gaby und Karl – die schon mal dort waren – und Bildern von der Transalpina stand das Ziel bald fest.


    Eine Rundfahrt entlang der Karpaten – das sollte es werden.


    Jedoch allein der Weg dahin ist schon eine Tour alleine. Insgesamt durchquerten wir folgende Staaten:
    • Tschechien

    • Slowakei

    • Ungarn

    • Rumänien

    • Serbien

    • Kroatien

    • Slowenien

    • Österreich

    • Deutschland
    09.05. – Anfahrt Neuburg


    Endlich ging es los. Mit Klaus hatte ich vereinbart, dass wir uns am Rastplatz Ohligs treffen. Von dort Richtung Frankfurt über AB und kurz vor Aschaffenburg die Bahn verlassen.



    Und so erreichten wir bei bestem Wetter kurz vor 17:00 unser Ziel – Neuburg.

    Abends noch ein gemütliches Abendessen mit Freunden und der Tag neigte sich dem Ende zu.


    10.05.

    Ziel: Czesky Krumlov (CZ)

    Es regnete leicht. Nicht viel aber halt beständig. Was soll’s. Wer die Welt sehen will lässt sich von diesem Wetter davon bestimmt nicht abhalten.


    Das Sauwetter hielt den ganzen Tag an. Jedoch als wir den Zielort erreichten hörte es auf zu regnen. So konnten wir zumindest in Ruhe die Zimmerwahl in Angriff nehmen.


    Jedoch gestaltete sich die Zimmersuche nicht so unkompliziert wie gewünscht. Es muss an dieser Stelle erwähnt werden das die ganze Innenstadt von Krumau eigentlich eine Fußgängerzone ist. Nur irgendwie musste man ja an die Bude kommen. Also reingefahren in die gute Stadt. Sehr weit kamen wir jedoch nicht da hatten wir schon die ersten Gesprächspartner. Leider waren es Polizisten die uns daran erinnerten das in einer Fußgängerzone nicht Moped gefahren werden darf. Diese super neue Erkenntnis kostete uns für alle 6 Mopeds 2000 Kronen. Nach der Bezahlerei zeigten uns die netten Polizisten noch den Weg zur nächsten Touristeninformation, denn nur über diese waren die Zimmer buchbar.


    Wer denkt in D herrscht Bürokratie der muss nur mal dort ein Zimmer buchen. WAS FÜR EIN AUFWAND. Tausend Zettel ausgefüllt um irgendwann doch noch die Schlüssel erhalten zu können.

    Nach ein paar Bier und einem Essen mit irgendeinem Schnaps war das ganze schon fast wieder vergessen.

    11.05.
    Ziel: Trnava (SK)



    Das Gute am Morgen war – es regnete bedeutend weniger wie am Vortag.


    Ein wenig durch die Tschechei bevor es nach Österreich ging.


    Ich muss mich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei den Tschechischen Straßenbauern entschuldigen denen Klaus ich Ich zwei parallele Spuren in ganz frischen Asphalt gefahren haben. Man war der sauer – aber zum Glück kann ich kein tschechisch, so dass ich nicht verstand das er uns sicherlich die Pest an den Hals wünschte.

















    Eine kleine Fährfahrt über die March brachte uns in die Slowakei – und unser Ziel war nicht mehr weit.


    Ein gutes Abendessen ließ den Regen vergessen und wir genossen das slowakische Mahl. Es war äußerst reichlich und günstig. Bei einem Bierchen an der Bar ließen wir den Tag dann ausklingen.














    12.05.

    Ziel: Lillafüred (HU)



    Das Wetter wollte uns keine große Umgewöhnung zumuten – und so begann der Tag wie der vorige aufhörte – leicht tröpfelnd. Jedoch sagte unser Wetter App das gegen Mittag alles besser werden würde. Also Koffer angeschnallt und los geht’s.



    Und das App hatte Recht. Ca. 40km hinter Trnava würde es schlagartig besser. Die Sonne lächelte uns entgegen und so ging es ab Richtung Narodny Park Velka Fatra.



    Erste Offroaderfahrungen durfte die Truppe auch sammeln.





    Nach zwei kräftigen Gewittern – die uns zum Halten zwangen – erreichten


    wir dann gegen 18:30 unser Ziel.


    Der Weg hierher führte über eine wunderschöne Bergstraße.







































    13.05.

    Ziel: Ocna Sugatag (RO)



    Wir hatten gut geschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück ging es bei leichtem Regen los. Heute sollte es endlich nach Rumänien rein gehen – jedoch lag da erst noch eine kleine Bergstraße von Lillafüred nach Miskolc vor uns und dann die große flache ungarische Ebene.

    20km nach dem Start hörte der Regen auch auf und so fuhren wir dann im trockenen den ganzen Tag gegen Osten.




    Der Tag als solches hatte keine großen Herausforderungen für uns – und so näherten wir uns immer mehr der rumänischen Grenze. Die Autos wurden dort allesamt kontrolliert – uns ließen sie jedoch mit einer normalen Ausweiskontrolle durch.

















    Und so nahmen wir nun die ersten Meter rumänischer Straßen unter die Räder – dem Ziel entgegen.

    Die Unterkunft – eine kleine Pension – war schnell gefunden und nach aushandeln des Preises (80Lei für Doppelzimmer und Frühstück – ca. 18 €) machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant.







    Es war jedoch Montag und wie in D so haben auch dort die Pizzarien geschlossen. Kurz entschlossen enterten wir den örtlichen Supermarkt und deckten uns dort ein.





























    14.05.

    Ziel: Bicaz (RO)



    Es war trocken – und so sollte es den ganzen Tag auch bleiben.

    Heute führte die Tour über den Tihuța-Pass (rumänisch Pasul Tihuța) ist ein Gebirgspass in den Ostkarpaten, im Bârgău-Gebirge, im Norden von Rumänien. Er befindet sich in ca. 1200 m Höhe.

    Danach schwenkten wir auf die DN17b und folgten für 120km dem Verlauf des Flusses Bistrita. Die Straße war extrem schlecht – versuchte man einem Loch auszuweichen so fuhr man zwangsläufig in fünf andere.

    Kurz vor dem Ziel erreichten wir noch den Stausee Izvorul Muntelui – malerisch zwischen den Bergen eingeschlossen.

    Unterkunft fanden wir im Hotel Ceahlau – günstig und gut.



    15.05.
    Ziel: Bran (RO)



    Wer durch Rumänien fährt kommt am Mythos Dracula nicht vorbei. Schon gar nicht wenn man sich in den Karpaten aufhält. Alleine aus Ermangelung alternativer Straßen führt die Tour durch Bran – dem Ort wo das Schloss von Dracula zu besichtigen ist.


    Aber zu allererst ging es heute durch den Bicaz Canyon zum gleichnamigen Pass.


    Die Straßen Richtung Westen wurden besser – mit der ein oder anderen Ausnahme.





    Die Tour führte weiter über den Predeal Pass. Der Ort Predeal im Kreis Brașov ist die am höchsten gelegene Stadt in Rumänien. Der Luftkurort mit 6.735 Einwohnern ist umgeben von den fünf Berg-Massiven Postăvarul, Piatra Mare, Bucegi, Baiu und Fetifoi, die Teil der Karpaten sind.




    Predeal liegt direkt auf der Passhöhe in 1.093 Meter. Der Predeal-Pass ist die wichtigste Verbindung zwischen der Walachei und Siebenbürgen



    Nun noch kurz ins Tal und wir waren in Bran.



















    Eine schöne Pension wurde schnell gefunden und so checkten wir dort ein.




    Nach einer kurzen Erfrischung ging es zu Fuß in die Stadt.



    Bei genügend Palinka und guten Gesprächen ließen wir den Tag ausklingen.


    16.05.

    Ziel: Sibiu (RO)


    Der Besuch der ersten größeren Stadt lag vor uns – Sibiu (Hermannstadt). Anfangs ging es durch den Naturpark Piatra Craiului

    Das der Tag heute eine fahrerische Herausforderung werden würde war schnell allen klar. Gaby prägte den Begriff der Umkürzung – mir gefällts.



    Und wie Gaby immer sagte – das waren die leichten Passagen – denn bei den richtig anstrengenden konnte sie leider nicht fotografieren – da auch sie dort beide Hände am Lenker brauchte.






    Glücklich, zufrieden und geschafft erreichten wir Sibiu. Schnell im IBIS eingecheckt und ab in die Stadt. Sibiu ist wunderschön und hat ein tolles Nachtleben. Viel kleine Bars und Restaurants – so lässt es sich aushalten.







    17.05.

    Ziel: Hateg (RO)



    Der Tag an dem alles anders kam.


    Morgens musste ich feststellen das ich bei der Offroadetappe vom Vortag mir irgendetwas in den Hinterreifen gefahren habe – zumindest war er platt. Kurz an der Rezeption nachgefragt und die Mädels suchten mir in der Nähe einen Vulcanizier.


    Die Jungs machten einen super Job – und nach 10min und 20Lei war der Reifen wieder geflickt, so dass es weiter gehen konnte.











    Die Transalpina stand heute auf dem Programm und so fuhren wir erst einmal aus der Stadt raus. Auf 1800m stoppte jedoch ein Schild unsere Weiterfahrt. Ab Ranca war die Transalpina für ein Autorennen gesperret.





    Ein paar Eindrücke konnten wir jedoch sammeln.



















    Die Alternativroute führte durch den Nationalpark Retezat


    Und das gleichnamige Tal.


    Hateg ist eine Kleinstadt am Fuße des Nationalparks. Das Wetter war angenehm und in einer Bar direkt ums Eck ließen wir den Abend ausklingen.



















    18.05.

    Ziel: Timisoara (RO)



    In der Nacht hat es kräftig geregnet. Aber was interessiert mich was in der Nacht passiert? Na ja darüber sollte ich noch später anders denken.


    So ging es bei bestem Wetter erst einmal los Richtung Parcul Natural Apuseni. Die Straßen waren gut – bis wir zur DJ165 kamen. Die Straße fing als kleine Bergstraße an bis sie plötzlich ihren Asphalt verlor. Anfangs noch geschottert (mehr oder weniger) bis hin zur Reduzierung auf zwei Trampelpfaden.



    Es war halt unser Pech das es in der Nacht stark regnete – so das wir gezwungen waren die Straße unbefahren zurückzulassen.










    Weiter gegen Westen verließen wir die Karpaten und erreicheten Timisoara.


    Hier wollten wir Lotte und Werner treffen um ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Also rein in das Hotel , eingecheckt und ab in die Stadt zum Essen.





    19.05.

    Ruhetag



    Timisoara ist eine moderne, schöne, pulsierende Stadt. Das Leben unterscheidet sich kaum von dem hiesigen. Und da wir eh gerade keine anderen Termine hatten erkundeten wir heute mal das Städtchen.














    20.05.



    Ziel: Nasice (HR)


    Der Ruhetag tat allen gut – und so starteten wir heute Richtung Kroatien. Lotte und Werner blieben im Land um dort ein wenig offroad zu cruisen.


    Für uns hieß es Richtung Serbien zu fahren.




    Serbische Grenze.


    Weiter durch die flachen Weiten Serbiens immer gegen Westen.


    Der Tag wurde ohne weitere fahrerische Herausforderungen bewältigt und so erreichten wir bei 26°C unser Hotel in Nasice.



















    21.05.

    Ziel: Novi Marof (HR)



    Endlich wieder in die Berge . Das Papuk ist unser Zwischenziel. Es ist ein Mittelgebirge in Slawonien im östlichen Kroatien. Die höchste Erhebung des Mittelgebirges ist 953 Meter hoch. Ein Teil des Gebirges wurde zu einem geschütztem Gebiet erklärt, dem Naturpark Papuk


    In dem schwach besiedelten Gebiet trifft man immer noch auf Mahnmale des Bürgerkrieges.





    Kleine unbefestigte Wege gab es auch in Kroaten – und so erreichten wir entspannt unseren Zielort.


























    22.05.

    Ziel: Ramsau (A)



    Das Ziel sagte es schon aus – wir nähern uns unaufhörlich der Heimat und somit auch dem Ende der Tour. Bei bestem Wetter und 24°C starteten wir Richtung Slowenien über kleine Sträßchen.



    Bei Erreichen von Österreich wurde es merklich kühler – aber das Wetter hielt.


    Über den Gaberl Pass entlang dem Triebenbach und der Vorbergstraße ging es in die Ramsau.


























    23.05.

    Ziel: Neuburg (D)



    Wir hatten nur noch eine Mission – Gaby nach Hause bringen. Leicht bedeckt bei 4°C machten wir uns auf den Weg. Es blieb trocken und gelegentlich kam sogar die Sonne raus. Über die Obersalzbergstraße machten wir uns Richtung Neuburg. Am Chiemsee nochmal einen Mittagsstopp im Sonnenschein und so erreichten wir um 17:00 Neuburg. Kurz abgerödelt ging es zum Spargelessen – und so ließen wir den Urlaub ausklingen.



    24.05.


    Ziel: nach Hause



    Zu diesem Tag ist nicht viel zu sagen. Klaus und Ich machten uns morgens auf den Weg – noch ein wenig durch das Altmühltal gegen Norden um kurz vor Würzburg auf die Autobahn zu fahren.


    Es blieb trocken und so endete der Urlaub für uns beide am Nachmittag dieses Tages.



    Rumänien mag mit vielen Vorurteilen belastet sein von denen die wenigsten stimmen.


    OK die Straßen sind teilweise schlecht bzw. gar nicht vorhanden aber das war es auch schon.


    Überall wo wir anhielten wurden wir freudig und interessiert angesprochen.


    Geklaut wurde uns auch (fast) nix – außer zwei Dosen Bier die wir in einer Pension mal im Aufenthaltsraum zurückließen. Nach Rückkehr waren diese verschwunden – aber das war es auch schon.


    Verkehrsregeln haben in Rumänien einen geringen Stellenwert. Trotz der hohen Polizeipräsenz werden diese – bis auf wenige Ausnahmen – nicht beachtet. Lediglich Stoppschilder an Bahnübergängen werden ausnahmslos beachtet


    Wer mit 50km/h durch Ortschaften fährt ist ein Hindernis – also anpassen und die Geschwindigkeit entsprechend erhöhen.


    Das Land hat viel zu bieten – von grandiosen Landschaften bis hin zu pulsierenden Städten. Jedoch der Gegensatz zwischen Land und Stadt ist krass. Von denen die nix haben bis hin zu einem uns vergleichbaren Standard ist alles vorhanden.


    Es hat Spaß gemacht dieses Land zu erkunden – mir gefiel es.

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